T-Mobile kauft bei Liberty Global ein

Update: EU winkt Verkauf von UPC-Austria durch

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Liberty Global hat sich von grossen Teilen des Geschäfts getrennt. Die Tochterfirmen in Deutschland, Ungarn, Rumänien und Tschechien gehen an Vodafone. Für die Schweiz hat der Deal keine Auswirkungen.

(Source: Vuk Vukmirovic / Fotolia.com)
(Source: Vuk Vukmirovic / Fotolia.com)

Update vom 10.07.2018: Es kommt zur Trennung bei UPC. Die Muttergesellschaft Liberty Global will die Länderorganisation in Österreich, UPC Austria, an T-Mobile Austria verkaufen. Dies hatte das Unternehmen bereits im September kommuniziert. Damals wartete die Unternehmensgruppe jedoch noch den Entscheid der zuständigen Kartellbehörden ab.

Dieser ist nun gefallen: Wie die Europäische Kommission mitteilt, hat sie keine Bedenken, was den Wettbewerb betrifft bei dem Zusammenschluss. Da die Aktivitäten der beiden Parteien komplementär seien. Die Kommission stimmte der Übernahme folglich ohne Auflagen zu.

Auf das Schweizer Geschäft, die hiesigen Mitarbeiter und die lokalen Kunden habe der Verkauf keine Auswirkungen, teilt das Unternehmen auf Anfrage mit. "Auf die Position von CEO Eric Tveter hat der Verkauf ebenfalls keinen Einfluss – ausser, dass er die nicht mehr existierende Gesellschaft in Österreich nicht mehr führt", sagt eine Unternehmenssprecherin. "Er führt nach wie vor das Geschäft von UPC Central Europe, welches zurzeit die Ländergesellschaften in der Schweiz, Polen, Ungarn, Tschechien, Rumänien, der Slowakei und Luxemburg umfasst."

Originalmeldung vom 09.05.2018:

UPC-Mutterhaus verkauft Geschäft in Deutschland und Osteuropa

Die UPC-Muttergesellschaft Liberty Global hat sich von Teilen des Geschäfts in Europa getrennt. Vodafone kauft die Tochtergesellschaften in Deutschland, Ungarn, Rumänien und der Tschechischen Republik. Gemäss einer Mitteilung hat der Deal ein Volumen von 10,8 Milliarden Euro. Weiterhin übernimmt Vodafone Schulden von 7,6 Milliarden Euro, wie die FAZ schreibt. Ende 2017 gab es Spekulationen, dass Liberty Global Vodafone kaufen wolle, was sich nun nicht bewahrheitete.

Liberty Global halte an den Geschäften in den Ländern Grossbritannien, Irland, Belgien, Polen, Slowakei und auch der Schweiz fest, wie es weiter heisst. Gegenüber der Redaktion betonte UPC-Mediensprecher Bernard Strapp, dass der Verkauf der anderen Geschäfte für die Schweizer Kunden und Mitarbeiter keinerlei Auswirkungen habe.

Die Tochtergesellschaft Österreich, mit der die Schweiz aktuell noch vereint ist, wird voraussichtlich im zweiten Quartal in die Deutsche Telekom integriert. Die Zustimmung der Kartellbehörden stehe noch aus. Bereits im September 2017 kommunizierte UPC den Verkauf, sagte Strapp weiter. Die Schweiz werde im Anschluss als eigenständige Einheit weiterbestehen.

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