"Trivadis TechEvent 2018"

Feuertaufe für die neuen Trivadis-Chefs

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Trivadis hat seinen diesjährigen Tech-Event genutzt, um einen Blick auf die Firmengeschichte zu werfen. Rund 600 Besucher kamen für den Anlass in Regensdorf zusammen. Ihnen zeigte Trivadis, wie sich das Unternehmen mit neuen Chefs und neuen Geschäftsideen fit für die Zukunft machen will.

Trivadis hat einiges zu feiern. Der IT-Berater eröffnet dieses Jahr eine Filiale in Rumänien. Und der diesjährige Tech-Event lockte so viele Besucher an wie noch nie, wie Trivadis-CEO Urban Lankes in Regensdorf sagte. Über 200 Kunden und etwa 400 Mitarbeiter trafen sich im Hotel Mövenpick. Auf dem Programm standen 66 Sessions zu Themen wie Datenmanagement, Open Source und Azure. Und am Freitagabend stieg auch noch eine Party, ganz nach dem Motto des Wilden Westens.

Für Lankes war es ein besonderer Anlass. Es war, wie er sagte, das letzte Mal, dass er die Bühne als CEO betrat. Umso herzlicher begrüsste er die Gäste und die drei neuen Partner, die Trivadis an Bord geholt hatte: Ana Campos, Simon Amrein und Christian Dedek.

Worauf es beim Aufbau ankommt

"Heute ist der Tag, an dem ich mein Amt als CEO feierlich an meine Nachfolger übergebe", sagte Lankes. Der scheidende Chef nutzte die Gelegenheit, um die Geschichte des Unternehmens kurz Revue passieren zu lassen. 23 Jahre sei es her, als Trivadis den ersten Tech-Event veranstaltete. "Damals bestand die Firma noch aus zwölf Mitarbeitern, heute sind wir über 650", sagte er.

Das Ziel des Unternehmens sei nach wie vor dasselbe: eine qualitativ hochwertige Beratung in Sachen IT anzubieten. "Wir sind stolz auf das, was wir aufgebaut haben – und der Erfolg gibt uns recht", sagte Lankes. Ohne die kulturellen Werte des Unternehmens hätte dies nicht funktioniert. "Werte wie das Miteinander sind das Rückgrat unserer Geschichte", sagte er.

Urban Lankes stand zum letzten Mal als Trivadis-CEO auf der Bühne. (Source: Netzmedien)

Wer hinfällt, kann lernen

Die IT-Branche verändere sich derzeit schneller denn je, fuhr Lankes fort. "Auch Trivadis hat sich immer wieder neu erfunden – und natürlich haben wir auch immer wieder Fehler gemacht". Entscheidend sei jedoch, dass man aus Rückschlägen lerne und offen damit umgehe. Nur so gehe die Reise voran.

Um aus Fehlern zu lernen brauche es aber auch Mut zur Investition. "Wer permanent auf Kostendruck getrimmt wird, ist nicht mehr in der Lage, innovativ zu sein", sagte Lankes. Heute gehe es etwa darum, sich Know-how im Umgang mit Daten zu verschaffen. Denn "wer Daten analysieren und richtig nutzen kann, verschafft sich einen Wettbewerbsvorteil", sagte Lankes.

Zeit für einen Wechsel

"Zugegeben", räumte Lankes ein, "Veränderung ist leichter gesagt als getan – das trifft auch auf Trivadis zu." Er zeigte sich jedoch überzeugt, die richtige Lösung für seine Nachfolge gefunden zu haben.

"Ich freue mich, die Verantwortung nun an Ana Campos und Gerald Klump zu übergeben", sagte Lankes unter Beifall. Er bedankte sich für die "coole Zeit" und wollte die Bühne schon verlassen, als er innehielt und sagte: "Einen hab’ ich noch. Bevor Sie mich später an der Bar fragen, was ich jetzt eigentlich mache: Selbstverständlich bleibe ich der Firma erhalten, und zwar weiterhin als Präsident des Verwaltungsrats."

Urban Lankes (l.) übergab die Geschäftsführung von Trivadis an Ana Campos (r.) und Gerald Klump (2.v.r.). (Source: Netzmedien)

Die neuen Chefs betreten die Bühne

"Zunächst einmal: Wow! So viele Besucher … Danke, dass Sie alle hier sind", begrüsste Ana Campos die Gäste. Die neue Co-Chefin von Trivadis habe sich einige Monate lang überlegt, wie sie gemeinsam mit Co-CEO Gerald Klump das Unternehmen neu ausrichten werde. Die beiden Geschäftsführer machten keinen Hehl daraus, dass sie komplett verschieden sind. Schliesslich soll dies der Firma zugutekommen. "Eins und Eins sind mehr als zwei", sagte Campos.

Es sei ihr wichtig, Raum zu schaffen für agiles und selbstorganisiertes Arbeiten, erklärte Campos. Klump hingegen betonte, dass jede Strategie einen festen Rahmen brauche. Doch im Wesentlichen seien sich die beiden Chefs darüber einig, dass "IT das Leben erleichtern soll". Getreu dem Motto von Trivadis.

Ana Campos (l.) und Gerald Klump präsentierten ihre Pläne für die Neuausrichtung von Trivadis. (Source: Netzmedien)

Auf zu neuen Ufern

"Wir positionieren uns im Bereich Datenmanagement und Analytics", sagte Campos. Ferner hätten sich die beiden Geschäftsführer für vier Geschäftsbereiche entschieden: Das Kerngeschäft bestehe nach wie vor aus Beratung. Drumherum stünden nun drei weitere Felder, und zwar Managed Services, Lösungen und Plattformen.

Das Lösungsgeschäft sei für Trivadis relativ neu. "Hier geht es darum, dass wir Applikationen entwickeln, die den Bedürfnissen unserer Kunden respektive deren Kunden entsprechen", sagte Klump. Zu diesem Zweck brauche es standardisierte und replizierbare Bausteine – das wären Plattformen wie etwa Azure. Trivadis brauche diese Plattformen nicht nur zur Applikationsentwicklung, sondern bediene mit solchen Services fortan auch Kunden.

Neue Länderorganisation, neue Geschäftsleitung

Trivadis stelle sich auch in organisatorischer Hinsicht neu auf. So bündelt das Unternehmen seine Schweizer Niederlassungen ab Anfang 2019 zu Regionen, wie Campos sagte. Die Standorte Zürich und Brugg bilden die Region Zürich, Bern und Lausanne die Region Mitte-West, Basel und Freiburg im Breisgau die Region Dreiländereck. "Mit dieser Organisation haben wir die Chance, noch besser zusammenzuarbeiten und gleichzeitig die Nähe zu unseren Kunden beizubehalten", sagte Campos. Die Trivadis-Standorte in Deutschland, Österreich und Dänemark würden sich weiterhin in die Cluster Nord, Süd und Mitte aufteilen.

Und auch die Geschäftsleitung formiere sich neu. So setzt sich das Board of Executives aus den jeweiligen Verantwortlichen der Geschäftsfelder zusammen: Ana Campos (Consulting Services Süd), Gerald Klump (Consulting Services Nord), Martin Wunderli (Platform Factory), Adrian Hummel (Solution Factory) und Sebastian Bloch (Managed Services). Ausserdem werde Trivadis ein sogenanntes Board of Business gründen. Dieses solle sich um die operativen Belange kümmern und die Zusammenarbeit zwischen den Regionen stärken.

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DPF8_107155

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