IT-Ausgaben im EMEA-Raum 2019: Knapp daneben ist auch vorbei
Die IT-Ausgaben in der Region EMEA sollen im kommenden Jahr um rund 2 Prozent wachsen. Damit verpassen sie knapp die Marke von 1 Billion US-Dollar. Der Brexit bremst das Wachstum, die EU-DSGVO treibt es an.
Gartner hat eine Prognose zum Umfang der IT-Ausgaben in der Wirtschaftsregion EMEA (Europe, Middle East and Africa) veröffentlicht. Das Marktanalyse-Unternehmen rechnet für das kommende Jahr mit einem Anstieg von 2 Prozent. Damit sollen die Ausgaben auf 973 Milliarden US-Dollar steigen, wie es in einer Mitteilung heisst.
Vor allem die Unsicherheiten rund um den Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union bremsten die Ausgaben für Hardware, Software und IT-Dienstleistungen in Europa, schreibt John Lovelock, Research Vice President bei Gartner. Daran werde sich wenig ändern, bis eine Lösung für den "Brexit" gefunden sei. Die Folge: Die Region EMEA steht beim globalen Wachstum an drittletzter Stelle, vor Lateinamerika (+ 1,7 Prozent) und Eurasien (+ 0,5 Prozent).
Die Ausgaben für Geräte (PCs, Tablets und Smartphones) sollen 2019 sogar zurückgehen. Hier mache sich eine Sättigung des Marktes bemerkbar, schreibt Gartner. Die Ausgaben für Rechenzentrums-Hardware und Kommunikations-Dienstleistungen sollen sich kaum verändern. Hier hätten 2018 noch besondere Ereignisse wie Sicherheitslücken bei CPUs für Neuanschaffungen gesorgt.
Für Wachstum im Markt sollen laut Gartner die Migration von Unternehmen in die (Public-)Cloud, Ausgaben für die IT-Sicherheit sowie Bemühungen zur Digitalisierung sorgen. Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO), die im Mai 2018 Gültigkeit erlangte, habe sich als Treiber der Cyberssecurity-Budgets erwiesen, sagt Lovelock.
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