Was IT-Security-Experten den Schlaf raubt

Diese Cyberbedrohungen terrorisieren aktuell Schweizer Unternehmen

Uhr | Aktualisiert
von Coen Kaat

Wovor müssen IT-Abteilungen in der Schweiz derzeit am meisten auf der Hut sein? Welche Schädlinge treiben gerade ihr Unwesen? Die "Most Wanted Malware"-Liste von Check Point hat die Antworten.

(Source: Coen Kaat)
(Source: Coen Kaat)

Auch im Cyberraum wird die Schweiz mit Finanzen und Banken in Verbindung gebracht. Fast 13 Prozent der Schweizer Firmen kamen im Oktober mit Coinhive in Kontakt. Damit führt der Cryptominer die aktuelle "Most Wanted Malware"-Liste des israelischen Sicherheitsanbieters Check Point an.

Cryptominer wie Coinhive zapfen die Rechenleistung ihrer Opfer an, um damit nach Kryptowährungen zu schürfen. Das Opfer zahlt die Stromkosten für einen Rechner, den es eventuell gar nicht nutzen kann und der Hacker verdient sich eine goldene Nase. Dahinter stecken Javaskripte, die sich leicht in Websites und Applikationen verbergen lassen – oder auch in der Werbung, die online eingeblendet wird.

Vergangenen Oktober zapften gleich zwei derartige Schädlinge im grossen Stil Unternehmensrechner an: Coinhive und Cryptoloot. Beide schürfen nach der Kryptowährung Monero. Die Bitcoin-Alternative ist besonders bei Cyberkriminellen sehr beliebt. Anders als mit Bitcoin können mit Monero etwa auch anonyme Zahlungen getätigt werden.

Ein weiteres Highlight im Oktober: Nach langer Pause kehrte Conficker wieder zurück in die Top 10. Der uralte PC-Wurm war zuletzt im März gelistet. Conficker frisst sich bereits seit 2008 durch ungenügend geschützte IT-Systeme.

Die Top Malware in der Schweiz im Oktober:

Coinhive (Cryptominer – 12,92 Prozent der Schweizer Firmen)

Roughted (Malvertising – 5,54 Prozent der Schweizer Firmen)

Cryptoloot (Cryptominer – 3,52 Prozent der Schweizer Firmen)

Conficker (Wurm – 3,19 Prozent der Schweizer Firmen)

Jsecoin (Cryptominer – 2,85 Prozent der Schweizer Firmen)

Ramnit (Wurm – 2,85 Prozent der Schweizer Firmen)

Dorkbot (Wurm – 2,18 Prozent der Schweizer Firmen)

Emotet (Trojaner – 2,01 Prozent der Schweizer Firmen)

Lokibot (Trojaner – 1,85 Prozent der Schweizer Firmen)

Nivdort (Trojaner – 1,85 Prozent der Schweizer Firmen)

Zum Nachschlagen und Nachlesen:

Wer mehr zum Thema Cybercrime und IT-Sicherheit lesen will, kann dies im IT-Security-Blog von IT-Markt auf www.it-markt.ch/security tun. Der Blog wird laufend aktualisiert.

Das kleine IT-Security-Glossar verschafft einen schnellen Überblick über die gängigsten Begriffe rund um Cybercrime und IT-Security - ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Das Who’s who der Malware gibt einen schnellen Überblick darüber, was hinter den Namen der einzelnen Schadprogrammen steckt. Mehr auf www.it-markt.ch/MalwareABC.

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