SPONSORED-POST Interview mit Manfred Erb, IT-Leiter des REHAB Basel

Klinik setzt auf Managed IT-Services von uniQconsulting

Uhr
von Interview: Michael Tobler, Leiter ICT Operations der uniQconsulting ag

Das REHAB Basel ist eine hochspezialisierte Klinik für Neurorehabilitation und Paraplegiologie. Rund 100 Patienten mit e­iner Hirnverletzung und/oder Querschnittlähmung sowie unterschiedlichsten Pflegebedürfnissen und Bewachungs­anforderungen werden hier zurück ins Leben begleitet. In einem Betrieb mit 470 Mitarbeitenden, heiklen Daten und ­überlebenswichtigen Geräten spielt eine hochverfügbare IT eine zentrale Rolle. Diese profitiert im REHAB Basel von den Managed Services der uniQconsulting – in welcher Form, erzählt Manfred Erb, IT-Leiter des REHAB Basel.

Manfred Erb, IT-Leiter des REHAB Basel (Source: zVg)
Manfred Erb, IT-Leiter des REHAB Basel (Source: zVg)

Herr Erb, in einer Rehabilitationsklinik wird man täglich mit dem wichtigsten Gut, der Gesundheit, konfrontiert. Kommt einem da die Arbeit als IT-Leiter nicht oberflächlich vor?

Solche Tage, an denen einem das Schicksal von Patienten sehr nachdenklich macht, gibt es. Dank der 17 Jahre, die ich im REHAB Basel arbeite, weiss ich aber, dass Prozesse und Tätigkeiten der IT den Patienten indirekt helfen können, Fortschritte in der Rehabilitation zu erzielen.

Die IT ist heute in einer Klinik sehr zentral. Wo liegen die grössten Herausforderungen?

Die politischen Reformen im Gesundheitswesen sowie Zertifizierungsprozesse rufen regelmässig Änderungen und Prozessumstellungen in der IT hervor. So müssen wir, entgegen den Akutspitälern, beispielsweise alle existierenden Tarifmodelle für unsere Patienten aufbauen, da wir zwischen Akut- und Rehabilitationsfällen unterscheiden müssen. Die Anbindung an das elek­tronische Patientendossier (EPD), die für alle Spitäler ab April 2020 verbindlich ist, gestaltet sich enorm komplex. Die IT von Schweizer Spitälern ist hoch individuell, hier Synergien zu nutzen, ist leider fast nicht möglich.

Um alle IT-Belange zu managen, haben Sie einen Teil an uniQconsulting ausgelagert. Warum?

Wir haben ausschliesslich klar definierte Prozesse ausgelagert, die von externen Personen kein Know-how bezüglich interner Abläufe verlangen. Im Rahmen der Managed IT-Services übernimmt uniQconsulting im Bereich Unterhalt der Basis-IT-Infrastruktur alle Themen und Anliegen rund um Storage, Server, Hypervisor und Back-up. Dies verschafft eine transparente Kostenstruktur sowie Gewissheit, dass die Systeme vollumfänglich und effizient betreut sind, und nicht zuletzt Zeit für unser Kernbusiness, das uns einen effektiven Mehrwert bringt.

Warum haben Sie Ihre IT-Belange nicht komplett ausgelagert?

Das Outsourcing von Applikationen und Clients ergibt für die meisten Arbeitsabläufe keinen Sinn, da der dazu nötige Wissenstransfer hohen Zeitaufwand mit sich bringen würde. Mit dem Teil-Outsourcing geschäftsunabhängiger Services bleibt uns Zeit für strategische Themen und Visionen sowie für den Support der Kernprozesse im Unternehmen.

Warum entschieden Sie sich für Managed IT-Services und nicht für eine Cloud?

Der Weg in die Cloud verläuft in Spitälern immer noch zögerlich. Dies hängt vor allem mit der Betriebssicherheit beim Ausfall von Internetverbindungen und den Anforderungen im Datenschutz zusammen. Da Patientendaten 7x24 h zur Verfügung stehen müssen, beschränkt sich die Cloud-Anwendung heute vor allem auf Auswertungs- und Datenaustauschtools.

Warum haben Sie sich für uniQconsulting als Partner entschieden?

2009 lancierten wir ein Projekt mit zwei Partnern. Einer davon, Netcloud, war für Netzwerk und Security zuständig. Mit dem anderen Partner, zuständig für Server, Back-up und Storage, waren wir nicht mehr zufrieden. Ein glücklicher Zufall, dass sich uniQconsulting zu diesem Zeitpunkt für einen Vorstellungstermin anerbot. Die strategische Übernahme von uniQconsulting durch Netcloud im Jahr 2017 war für uns ein nachträglicher Glücksfall: ein einziger Ansprechpartner für sämtliche Themen rund um die IT-Infrastruktur. Netcloud ist für Netzwerk und Security, uniQconsulting für Server, Back-up und Storage zuständig – eine perfekte Kombination! Als IT-Leiter einer Rehabilitationsklinik ist man beruhigt, wenn man einen Partner an seiner Seite hat, der 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Rechenzentrum und Virtualisierung im Umgang mit hochsensiblen Daten vorweisen kann.

Wie verläuft die Zusammenarbeit zwischen dem REHAB Basel und uniQconsulting ­konkret?

Unser IT-System wird proaktiv von uniQconsulting überwacht und im Bedarfsfall vor Ort in der Klinik gewartet. In ihren monatlichen Reportings sehen wir, ob das System performt oder Optimierungspotenzial vorhanden ist. Quartalsweise führen wir mit dem Teamleiter ICT Operations von ­uniQconsulting ein Gespräch, um konkrete He­rausforderungen direkt zu besprechen und Möglichkeiten abzuwägen. Für Probleme, die wir von unserer Seite her erfassen, oder für neue Aufträge an uniQconsulting arbeiten wir mit dem Ticketsystem. Dank des SLA-Vertrags können wir bei Problemen auf Ausführungen in einem bestimmten Zeitfenster vertrauen.

Arbeiten Sie mit dem IT-Service-Management-Modell ITIL?

Im Rahmen des Outsourcing-Projekts führten wir, zwecks Standarddefinition und Messbarkeit der Zielwerte, ein an ITIL angelehntes und bewährtes System ein, das wir für unsere Bedürfnisse anpassen konnten. Nun profitieren wir von einem System, das unsere Schnittstellenprozesse managt, ohne zu überregulieren, und das sowohl Mitarbeitende als auch externe Partner verstehen und nachvollziehen können. Diesen Managementprozess erachte ich als Grundlage für eine erfolgreiche Managed Service-Strategie, um den Ressourceneinsatz auf beiden Seiten realistisch kalkulieren zu können.

Wo liegen die konkreten, messbaren Vorteile des Managed IT-Services für Ihr Unternehmen?

Dank der Prozessdefinitionen benötigen wir zum einen weniger personelle interne Ressourcen, zum anderen profitieren wir von klar kalkulierbaren Kosten. Der grösste Benefit des Managed IT-Services sehe ich im 7x24-Pikettdienst: Dessen Reaktionszeit von 2 Stunden, verbunden mit der Reaktionszeit von 15 Minuten im Cyber Defense Center von Netcloud, das 7x24 h besetzt ist, stellt die perfekte Kombination und einen riesigen Vorteil für uns dar. Dies intern zu organisieren, wäre – gerade in der heutigen Bedrohungslage – eine extreme Herausforderung.

Gibt es weitere Projekte, welche die ­REHAB Basel in Planung hat?

Eine ständige Herausforderung ist die Security. In den letzten Jahren haben sich Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen verstärkt. Würde ein Verschlüsselungs-Trojaner den Zugriff auf unsere Patientendaten verhindern, wäre dies aus Spital- und IT-Sicht das Schlimmste. Deshalb entwickeln wir zusammen mit Netcloud und uniQ­consulting unsere Security- und Back-up-Lösungen stets weiter.

Wie ist Ihre Datacenter-Infrastruktur ausgerichtet?

Mit der Speichereffizienz von Pure Storage sind wir sehr glücklich. Die performante SAN mit sehr guter Skalierbarkeit und hohen Kompressionsraten bieten sich auch für VDI perfekt an. Für unsere Forschung arbeiten wir mit einem SAN-System von Dell EMC, um deren zahlreichen Bild- und Videodateien, die nicht weiter zu komprimieren sind, zu speichern. Somit verfügen wir für sämtliche Bedürfnisse über die idealen Systeme und einen Partner, der bei beiden Systemen über entsprechend höchste Partnerzertifikate verfügt.

Gibt es etwas, das Sie an der Zusammenarbeit mit uniQconsulting besonders schätzen?

Zwischenzeitlich gab es einen personellen Engpass in unserer IT-Abteilung. Darauf hat uniQconsulting sehr schnell reagiert und spontan tage-/stundenweise einen Mitarbeiter bei uns vor Ort zur Seite gestellt. Dieses unterstützende Handeln ist ein weiterer erfreulicher Aspekt in unserer Zusammenarbeit. Des Weiteren verfügt uniQconsulting über ausgewiesenes und überdurchschnittliches Know-how im Health-Care-Bereich sowie über hohe Fachkompetenz im Bereich Virtualisierung und Linux, was unserer langfristigen IT-Strategie mit Sicherheit einen positiven Mehrwert verschafft.

Webcode
DPF8_118202

Kommentare

« Mehr