Dubiose Geschäftspraktiken

Konsumentenschutz kämpft gegen Onlineabzocker

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Der Konsumentenschutz hat ein Onlineformular zur Meldung von Betrügereien im Internet lanciert. Damit versucht die Stiftung, stärker gegen dubiose Onlineshops und unerwünschte Werbeanrufe vorzugehen.

(Source: TheDigitalArtist / Pixabay)
(Source: TheDigitalArtist / Pixabay)

Der Konsumentenschutz hat ein stärkeres Engagement gegen Online-Betrug angekündigt. Wie die Stiftung mitteilt, gehen Abzocker im Netz immer dreister und professioneller vor. Um unlautere Geschäfte und dubiose Seiten im Netz aufzudecken, sei die Hilfe der Bevölkerung wichtig. Deshalb hat der Konsumentenschutz ein Onlineformular erstellt, mit dem User unlautere Geschäftspraktiken melden können.

Bei genügend gleichlautenden Meldungen sei eine Strafanzeige möglich, teilt die Stiftung mit. Dafür arbeite der Konsumentenschutz mit der Fédération romande des consommateurs (FRC), der Associazione consumatrici e consumatori della Svizzera italiana (ACSI) sowie dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) zusammen. Vor allem die Partnerschaft mit dem Seco habe sich in den letzten Jahren bewährt.

Das Onlineformular nennt unterschiedliche Beispiele von unerlaubten Aktivitäten. Dazu gehören beispielsweise unerwünschte Werbeanrufe trotz Stern im Telefonbuch, die im schlechtesten Fall mit ungewollten Vertragsabschlüssen enden. Unvollständige und falsche Preise zählen ebenfalls zu unlauteren Praktiken. Weiter sind User auch imstande, undurchsichtige Anbieter oder "Fakeshops" zu melden. Solche Shops erbringen keine Gegenleistung für erbrachte Zahlungen und führen keine Kontaktmöglichkeiten auf.

Fast jeder Onlinehändler hatte schon mit Betrugsversuchen zu kämpfen. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage von Crif und VSV. Die dabei erlittenen Verluste steigen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Amazon räumt Probleme ein

Auch Amazon ist vor solchen Betrügereien nicht gefeit. Wie der Amazon-Watchblog schreibt, berichten Händler schon länger von Produktfälschungen und dubiosen Anbietern auf Amazon. Der Konzern räumt entsprechende Schwierigkeiten nun offiziell ein.

Amazon sei jedoch nicht in der Lage, dubiose Anbieter daran zu hindern, gefälschte oder gestohlene Produkte anzubieten, erklärt das Unternehmen. In bestimmten Situationen würden Opfer von Betrügern ihr Geld jedoch zurück erhalten, auch wenn diese Rückerstattung die operativen Ergebnisse negativ beeinflussen. Die Einnahmen bereiten Amazon jedoch weniger Probleme. Das Geschäftsjahr 2018 lief gut beim Onlinehändler, wie Sie hier nachlesen können.

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