Rückgang

Mitglieder von Suissedigital verlieren 138'000 Abonnenten

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Die Mitglieder von Suissedigital haben 2018 rund 138'000 Abonnenten verloren. Der Telko-Branchenverband spricht trotzdem von einem positiven Jahr.

(Source: eyetronic / Fotolia.com)
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Suissedigital hat das Jahr 2018 bilanziert. Es sei trotz des Verlusts von Abonnenten mehrheitlich positiv gewesen, schreibt der Wirtschaftsverband. Er vertritt rund 200 Unternehmen, die über 2,2 Millionen Haushalte mit Telko-Angeboten versorgen, unter anderem mit Radio, TV, HDTV, Internet und Telefonie.

3 Prozent der Abonnenten verloren

Laut dem Verband verloren die bei Suissedigital angeschlossenen Unternehmen im Jahr 2018 insgesamt 138'000 Abonnenten. Das ist ein Rückgang von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Abos sank von 4'556'000 auf 4'418'000. Noch stärker war das Minus im TV-Markt. Er ging um 5,7 Prozent zurück, von 2'370'000 auf 2'235'000 Abos. Beim Breitbandinternet gab es einen Rückgang von 3,4 Prozent, von 1'245'000 auf 1'203'000 Abonnenten.

Quelle: Suissedigital

Positiv entwickelte sich der Markt für Telefonie. Die Festnetz-Abos schrumpften zwar um 1 Prozent und gingen von 791'000 auf 783'000 zurück. Dafür stiegen die Mobilfunkabos von 150'000 auf 197'000. Das Plus von 47'000 Abos entspricht einer Steigerung um 31,3 Prozent. Insgesamt wuchs der Telefoniemarkt um 4,1 Prozent oder 39'000 Abos. Damit bedienten die Unternehmen von Suissedigital per 31.12.2018 rund 980'000 Abonnenten mit Telefonie-Dienstleistungen. Im Vorjahr waren es 941'000.

Erfolge auf der politischen Bühne

"2018 war ein herausforderndes Jahr für die Kabelnetzbranche und den Verband", sagt Suissedigital-Geschäftsführer Simon Osterwalder. Die Branche habe zwar einen Rückgang bei den Abonnenten hinnehmen müssen. Der Verband habe dafür zum Erhalt der guten Rahmenbedingungen für die Suissedigital-Netze beigetragen. Es sei gelungen, die im Rahmen der Revision des Urheberrechts diskutierten Internetsperren zu verhindern. Auch der Bundesrat sprach sich gegen Netzsperren aus.

Ein weiterer Erfolg habe man im Kampf um das zeitversetzte Fernsehen (Replay-TV) erzielen können, schreibt Suissedigital. Der Nationalrat kippte das von den TV-Sendern eingebrachte Werbespulverbot mit überwältigender Mehrheit, wie Sie hier nachlesen können. Obwohl ein solches von der Rechtskommission vorgeschlagen wurde, so Suissedigital.

"Im Konkurrenzkampf mit Streaming-Diensten wie Netflix ist Replay-TV vor allem auch für die Stärkung des klassischen Fernsehens wichtig", sagt Osterwalder in der Mitteilung. "Dass ein Verbot oder eine Einschränkung verhindert werden konnte, kann für die Kunden nicht hoch genug eingeschätzt werden."

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