Aargau will Fachkräftemangel mit Web-Plattform bekämpfen
2020 soll der Kanton Aargau eine Plattform bekommen, auf der sich Unternehmen Fachkräften präsentieren können. Das Gemeinschaftsprojekt von CH Media und FHNW stösst schon vor dem Start auf Interesse. Es ist eine von zwei Massnahmen des Kantons gegen den Fachkräftemangel.
Der Kanton Aargau bekommt eine Plattform, um qualifizierte Arbeitskräfte zu halten oder in den Kanton zu holen. "Work Life Aargau" ist eine Kooperation von CH Media und der Fachhochschule Nordwestschweiz. Bis das Projekt an den Start geht, wird aber noch etwas Zeit verstreichen. Die Plattform soll im 1. Quartal 2020 online sein, heisst es in einer Mitteilung.
Zwei Massnahmen sollen den Wirtschaftsstandort Aargau stärken: eine neuartige Plattform, auf der sich Aargauer Firmen den Fachkräften präsentieren und die Publikation des ersten Fachkräftemangelindexes für die Region Aargau. https://t.co/wxWojBfirE pic.twitter.com/Vx1CATByHz
— Kanton Aargau (@kantonaargau) March 1, 2019
Work Life Aargau soll Aargauer Unternehmen die Möglichkeit bieten, sich den Fachkräften mit all ihren Vorzügen zu präsentieren. Unternehmensporträts, Informationen zu Angeboten am Unternehmensstandort und weitere Faktoren sollen Fachkräften einen umfassenden Eindruck bei der Suche nach einer neuen Stelle oder einem attraktiven Arbeitgeber geben. Services, wie ein Pendeldistanz-Rechner und Stelleninserate, ergänzten die Plattform. Bereits hätten mehr als 50 Unternehmen Interesse an der Plattform bekundet, schreibt Peter Neumann, Geschäftsführer Digital bei CH Media.
Die Plattform ist eine von zwei Massnahmen, mit denen der Kanton Aargau den Fachkräftemangel bekämpfen, Arbeitnehmer anlocken und "Wegpendler" vor Ort beschäftigen möchte, wie der Regierungsrat in einer Mitteilung schreibt. Die andere Massnahme ist ein Monitoring des Fachkräftemangels in der Arbeitsregion Aargau durch das Departement Volkswirtschaft und Inneres. Mit dem neuen "Fachkräftemangelindex" könne die Entwicklung in einzelnen Berufsgruppen und Branchen genauer beobachtet und der Handlungsbedarf spezifischer ausgewiesen werden.
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