Opfer des eigenen Erfolges & Project Zero

Amazon stampft den Dash Button ein und erklärt Produktfälschungen den Kampf

Uhr | Aktualisiert

Amazon hat zweierlei Neuigkeiten auf Lager. Zum einen stoppt der Onlinehändler den weltweiten Verkauf seiner Dash Buttons. Zum anderen lanciert er mit dem "Project Zero" Massnahmen im Kampf gegen Produktfälschungen

(Source: Maarten van den Heuvel/unsplash.com)
(Source: Maarten van den Heuvel/unsplash.com)

Nachdem Brack Ende 2018 das Ende seines Bestellknopfs BOB bekanntgegeben hat, stellt auch Amazon den Verkauf seiner Dash Buttons ein. Gemäss Cnet ist es jedoch nach wie vor möglich, mit bestehenden Buttons Bestellungen per Knopfdruck abzugeben.

Der Dash Button sei dem eigenen Erfolg zum Opfer gefallen. Das im Jahr 2015 lancierte Produkt habe sich millionenfach verkauft. Besonders beliebt seien beispielsweise Knöpfe zum Bestellen von Papiertüchern oder Wasserflaschen gewesen. Mittlerweile seien moderne Gerätschaften jedoch von selbst in der Lage, bei Bedarf eine automatische Bestellung abzugeben, sodass kein Button mehr nötig sei. Als Beispiel nennt Cnet Drucker, die eigenständig neue Toner bestellen. Der Dash Button verschwinde jedoch nicht ganz: das virtuelle Pendant sei nach wie vor nutzbar.

Mit dem "Project Zero" gegen Fake-Artikel

Neben dem Aus für die Dash Buttons hat Amazon auch einen verstärkten Einsatz gegen Produktfälschungen bekanntgegeben. Wie t3n berichtet, hat der Onlinehändler schon länger mit Vorwürfen rund um gefälschte Produkte im Sortiment zu kämpfen. Mit dem "Project Zero" plane Amazon nun, die Zahl der Produktfälschungen auf der Webseite auf null zu bringen.

Das "Project Zero" umfasse verschiedene Massnahmen. Einerseits würden ausgewählte Unternehmen die Möglichkeiten erhalten, gefälschte Artikel selber aus dem Sortiment zu entfernen. Bislang lief der Prozess laut t3n so ab, dass nur Amazon selber Meldungen zu Fälschungen prüfte und das Produkt anschliessend entfernte. Durch die Integration von Herstellern in den Prozess beschleunige sich das Verfahren. Wenn Unternehmen ein entsprechendes Training absolvieren, erhielten sie die Möglichkeit, am Programm teilzunehmen.

Eine weitere Massnahme sehe den Einsatz von Machine Learning zur Erkennung von Produktfälschungen vor. Amazon plane, durch die Untersuchung von Logos und eingetragenen Warenzeichen Fake-Produkte automatisch aufzuspüren. Ein dritter Punkt sehe die Einführung von speziellen Seriencodes vor. Für Umkosten von bis zu fünf US-Cent pro Stück biete Amazon einen Service, der Artikel in der Produktion mit einer Art Wasserzeichen versehe. Damit ergebe sich für Markenprodukte quasi ein Kopierschutz.

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