PwC-Report

ICOs und STOs auf Erfolgskurs

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Die Anzahl erfolgreich abgewickelter Coin Offerings (ICOs) hat sich im Gegensatz zu 2017 verdoppelt. Trotz Kryptowinter gewinnen ICOs und Security Token Offerings (STOs) in der Krypto-Branche an Beliebtheit.

(Source: Japheth Mast / Unsplash)
(Source: Japheth Mast / Unsplash)

Im vergangenen Jahr sind doppelt so viele Initial Coin Offerings (ICOs) und Security Token Offerings (STOs) erfolgreich abgewickelt worden wie 2017. Insgesamt waren es 2018 1132 im Vergleich zu 552 im Jahr 2017. Laut ICO/STO-Report von PwC, der in Zusammenarbeit mit der Crypto Valley Association entstand, erreichte das Krypto-Crowdfunding bereits im März 2018 das Gesamtvolumen des Vorjahres. Das Wachstum ging jedoch in der zweiten Hälfte 2018 stark zurück. Erfahren Sie hier mehr zum Report zum Jahr 2017.

"Die Entwicklung zeigt, dass ICOs beziehungsweise STOs aus anlagestrategischer Sicht nach wie vor attraktiv für die Risikokapitalfinanzierung von Investoren bleiben. Sie zeigt aber auch, dass ein Umdenken stattgefunden hat und Investoren mehr Sicherheit und Transparenz fordern", sagt Daniel Diemers, Leiter Blockchain EMEA bei PwC. Gegen Jahresende hörte man immer häufiger die Bezeichnung "Kryptowinter", die sich auf den anhaltenden Kursfall von Bitcoin und Co. bezieht. Die rückläufigen Investitionsvolumen seien aber nicht nur auf den Kryptowinter zurückzuführen.

STOs vs. ICOs – was ist eigentlich der Unterschied?

Wie PwC schreibt, gewinnen STOs in der Krypto-Branche an Beliebtheit. STOs würden sich als Token-Angebote für Wertpapiere und dingliche Rechte nicht grundlegend von ICOs unterscheiden. Viel mehr seien sie eine regulierte Form davon und kombinierten unterschiedliche Merkmale wie niedrige Eintrittsbarrieren für Anleger und traditionelle Venture-Capital- beziehungsweise Private-Equity-Fundraising-Eigenschaften der ICOs.

PwC erkannte einen Trend zur Tokenisierung, auch bei immateriellen Gütern wie beispielsweise Musikrechten. "ICOs wurden oft als hochspekulative Vehikel konzipiert und haben die Aufmerksamkeit verschiedener Aufsichtsbehörden auf sich gezogen. Die verbesserte Regulierung durch die Tokenisierung und Anerkennung als Wertschriften ist ein weiterer Schritt in Richtung Maturität", sagt Diemers.

Eine gute Basis im Blockchain-Bereich

Höherer Schutz und neue Dienstleistungen wie flexible Verwahrungslösungen, Marktdatendienste, zuverlässige Ratingdienste und Research würden nun von den Marktteilnehmern verlangt. Mit den höheren Erwartungen und Anforderungen müsse sich auch die Infrastruktur, beispielsweise für Handel und Verwahrung, weiterentwickeln.

"Das fortschrittliche Regulierungsmodell der Schweiz zusammen mit der stärkeren Anlehnung von STOs an gängige Wertpapiergesetze bilden eine gute Basis für nächste Entwicklungen im Blockchain-Bereich", erklärt Daniel Haudenschild, Präsident der Crypto Valley Association. Er bezieht sich damit darauf, dass die Finma schon früh damit begonnen habe, sich mit der Token-Thematik auseinanderzusetzen und zwischen Zahlungs-, Nutzungs- und Anlage-Token unterscheide.

Lesen Sie im Beitrag "Finma vergibt erstmals Lizenz an Krypto-Vermögensverwalter", welches Schweizer Unternehmen als erstes eine Bewilligung der Finma als Vermögensverwalter erhalten hat.

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