Schweizer Millennials halten Social Media für schädlich
Gemäss einer Studie sind Schweizer Millennials besonders kritisch eingestellt gegenüber den sozialen Medien. Trotzdem löschen sie ihre Konten nicht.
Die in der "SonntagsZeitung" veröffentliche Umfrage bei Schweizer Millennials zwischen 24 und 35 Jahren zeigt, dass diese Altersgruppe Onlinenetzwerke kritisch betrachtet. Durchgeführt hat die Studie das Beratungsunternehmen Deloitte. Global machten 13'000 Personen mit, in der Schweiz 319.
Demnach sind die Schweizer Befragten im internationalen Vergleich stärker davon überzeugt, dass Social Media mehr Schaden verursacht als Nutzen bringt. 60 Prozent stimmten dieser Aussage zu, weltweit sind es 55 Prozent. Fast die Hälfte der Schweizer Millennials möchten eigentlich überhaupt keine sozialen Medien mehr nutzen, während es weltweit "nur" 41 Prozent sind.
Angst, etwas zu verpassen
Wer jedoch vermutet, dass diese ablehnende Haltung zu Abkehr von Social Media führt, irrt. Aus Angst, etwas zu verpassen, löschen die Befragten ihre Konten dennoch nicht. Obwohl 61 Prozent der Millennials davon ausgehen, dass sie ohne Social Media glücklicher wären.
Die Umfrage belegt zudem die Vermutung, dass Facebook und Co. keinen guten Ruf geniessen. Das Vertrauen in die Firmen, die hinter den Netzwerken stehen, ist gering. 76 Prozent der Millennials sind besorgt, wie die Unternehmen mit ihren Daten umgehen. 58 Prozent sind der Meinung, dass die Internetriesen mehr für den Datenschutz machen müssten, 56 Prozent fordern sogar ein härteres Durchgreifen des Staates.
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