Robo-Advisors floppen in der Schweiz
Robo-Advisors könnten neue Vertriebskanäle für Vermögensverwalter eröffnen. Doch in der Schweiz kommen die digitalen Finanzberatungsdienste kaum in die Gänge. Vor allem deswegen, weil die Angebote vergleichsweise teuer sind.
Schweizer Vermögensverwalter lassen vorerst die Finger von Robo-Advisors. Die Programme, die den Job von Finanzberatern automatisieren sollen, spielen hierzulande noch keine nennenswerte Rolle. Das hat vor allem einen Grund: Schweizer Robo-Advisors sind zu teuer, wie es in der jüngsten Asset Management Studie (PDF) heisst.
Hierzulande würden Robo-Advisors eine durchschnittliche Gebühr von 0,73 Prozent verlangen. Das sei etwa doppelt so viel wie vergleichbare Dienste in den USA kosteten. Hinzu kommen die Produktgebühren, die im Schweizer Durchschnitt bei 0,22 Prozent liegen – ebenfalls rund doppelt so viel wie im US-amerikanischen Markt.
Dort würden die Anbieter allerdings von Skaleneffekten profitieren. Weil dies hierzulande nicht der Fall sei, hätten Schweizer Robo-Advisors Mühe damit, ihre Gebühren zu reduzieren und ihren Profit zu steigern.
Die Robo-Revolution bleibt bislang aus
2018 verwalteten Schweizer Robo-Advisors Kundenvermögen in der Höhe von 324 Millionen US-Dollar, wie die Studienautoren schreiben. Im internationalen Vergleich hinkt die Schweiz mit diesem Wert allerdings weit hinter den globalen Vorreitern hinterher.
Auch was die Marktdurchdringung betrifft, fristen hiesige Robo-Advisors noch ein Nischendasein: Den Ergebnissen zufolge liegt der Anteil an Robo-Advisor-Kunden an der gesamten potenziellen Kundschaft nur 0,01 Prozent. Zum Vergleich: In den USA liegt der entsprechende Wert bei rund 2 Prozent.
Das Institut für Finanzdienstleistungen der Hochschule Luzern verfasste die Studie in Zusammenarbeit mit der Asset Management Platform. Hinter diesem Interessenverband stehen die Schweizerische Bankiervereinigung sowie der Branchenverband Swiss Funds and Asset Management Association.
Über die Möglichkeiten und Grenzen der Automatisierung in der Bankenwelt, dem sogenannten "Robo-Banking" gab Marianne Wildi, CEO der Hypi Lenzburg, Auskunft. Maschinen würden dem Menschen heute zwar den Rhythmus vorgeben, den Bankern werde die Arbeit dadurch aber nicht so schnell ausgehen, sagte sie.
Chatbots und Robo-Advisors steckten noch in den Kinderschuhen. Maschinen würden dem Menschen heute zwar den Rhythmus vorgeben, den Bankern werde die Arbeit dadurch aber nicht so schnell ausgehen, sagte Wildi am Digital Economic Forum 2019. Sie sprach über die Möglichkeiten und Grenzen der Automatisierung in der Bankenwelt, dem sogenannten "Robo-Banking". Lesen Sie hier den Bericht über den Anlass.
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