Riesige Unterschiede

Die kleinen Internetanbieter sind meistens die günstigsten

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Wer ein günstiges Internet-Abo sucht, sollte sich bei kleineren Anbietern umsehen, zeigt eine Studie von Moneyland. Unter Umständen lassen sich hunderte Franken pro Jahr einsparen. Allerdings stehen nicht alle Abos überall zur Verfügung.

(Source: John Schnobrich / Unsplash)
(Source: John Schnobrich / Unsplash)

Die Preisunterschiede zwischen den Schweizer Internetangeboten sind riesig. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung des Vergleichsdienstes Moneyland. Dieser berechnete die jährlichen Kosten für Festnetz-Internet mit drei Geschwindigkeiten: langsam, mittel und schnell, respektive 10, 100 und 1000 Megabit pro Sekunde. Demnach bezahlt man in allen Fällen für das teuerste Produkt mindestens 90 Prozent mehr als für das günstigste.

Das günstigste Internet-Angebot mit 10 Megabit pro Sekunde fand Moneyland bei Iway, die ihr Produkt in einzelnen Städten für 398 Franken im Jahr anbieten. Dahinter folgen Monzoon mit 408 Franken und GGA Maur mit 428 Franken. Bei 100 Megabit pro Sekunden ist Solnet der günstigste Anbieter mit 57 Franken im ersten Jahr. Auch hier folgt Monzoon mit 628 Franken und Green und Iway mit je 638 Franken. Mindestens Ein-Gigabit-Internet offerieren Salt für 699 Franken, Gefolgt von Green und Solnet mit 758 Franken).

Vergleich mit Tücken

Die grossen Anbieter Swisscom, UPC und Sunrise gehören in allen Vergleichen zu den teureren Anbietern. Verglichen mit dem jeweils günstigsten Angebot sind die Preise bei Swisscom zwischen 62,9 und 76,3 Prozent höher; bei Sunrise zwischen 45,3 und 80,2 Prozent und bei UPC zwischen 81,1 und 102,8 Prozent. Allerdings stehen einige der verglichenen Abos nicht in der ganzen Schweiz zur Verfügung: So sind manche Dienstleister nur in Städten oder nur in Orten mit ausgebautem Glasfasernetz aktiv.

Die hohen Preisunterschiede erklären sich teilweise auch dadurch, dass verschiedene Geschwindigkeiten verglichen wurden: Im Vergleich der Abos mit 10 Megabit pro Sekunde befinden sich auch einige deutlich schnellere Angebote. Laut Moneyland wurde bei Providern, die einen bestimmten Speed nicht führten, jeweils ein ähnliches Angebot gewählt.

Für den einzelnen Kunden bedeutet dies, weiterhin individuell abzuklären, wer seinen Internetanforderungen in seiner Region am ehesten entspricht.

Wie sicher das Internet in der Schweiz ist und warum der Föderalismus ein Problem darstellt, hat Switch an einer Präsentation erklärt. Hier lesen Sie mehr darüber.

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