Bericht von EFD und KDK

So gelingt die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung

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EFD und KDK zeigen in einem Bericht, wie der Schweiz die Transformation zur digitalen Verwaltung gelingt. Herausforderungen seien etwa verbindliche Standards oder die Durchgängigkeit von Prozessen. Drei Varianten sollen es richten.

(Source: Samuel Zeller/unsplash.com)
(Source: Samuel Zeller/unsplash.com)

Die heutigen Strukturen im Bereich E-Government erfüllen die Anforderungen der digitalen Transformation nicht mehr. Dies schreibt das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) im Schlussbericht zum Projekt "Digitale Verwaltung", den es gestern gemeinsam mit der Konferenz der Kantonsregierungen (KDK) vorlegte. Die Schweiz habe zwar auf allen Staatsebenen schon einiges erreicht und stelle Bürgern und der Wirtschaft jetzt schon digitale Kanäle zur Verfügung. Andere Länder seien aber im Bezug auf die digitale Transformation schon weiter.

Der Bericht nennt einige Herausforderungen, die für die digitale Transformation erfolgskritisch seien: "Die Festlegung von verbindlichen Standards im Bereich des Datenmanagements, die Durchgängigkeit von Prozessen sowie die Identifizierung und Bereit-stellung von Basisdienstleistungen". Auch die Skalierbarkeit der Lösungen und das Erreichen einer kritischen Masse bei Anbietern und Nutzern sei wichtig. Die heutigen Strukturen stellten zunehmend ein Hindernis dar, wenn es um die Bewältigung dieser Herausforderungen gehe.

Drei Varianten

Zur Förderung der digitalen Transformation schlägt der Bericht drei Varianten mit unterschiedlich hohen Ambitionen vor. Die "Politische Plattform mit Standardentwicklung" ist der "schwächste" Vorschlag. Sie hätte etwa das Mandat, Richtlinien festzulegen, die jedoch nicht verbindlichen Charakter haben. Die Variante mit den höchsten Ambitionen ist demnach Variante "Behörde / hoheitlicher Akteur". Hierbei würde eine neue Behörde entstehen, die von Bund, Kantonen und Gemeinden getragen würde.

Man müsse sich jedoch nicht sofort für eine der drei Varianten entscheiden, schreiben die Autoren des Berichts: "Um die Vorteile aller Varianten optimal zu kombinieren, wird eine etappenweise Umsetzung mit Evaluationsrunden und möglichen Exit Points vorgeschlagen".

Der Schlussbericht wird nun der Bundesverwaltung, den Kantonsregierungen sowie interessierten Direktorenkonferenzen zur Konsultation vorgelegt. Bundesrat und KDK werden voraussichtlich im Frühjahr 2020 entscheiden, wie es weitergeht.

Bereits im Januar hat der Bundesrat ein Zielbild für die digitale Transformation der Bundesverwaltung gutgeheissen. Wie er die digitale Transformuation der Bundesverwaltung anpacken will, lesen Sie hier.

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DPF8_156773

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