BFS-Studie

Nur die Briten schlagen die Schweizer beim Onlineshopping

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Schweizer haben 2018 mit 75 Prozent Online-Einkäufen am zweitmeisten übers Internet geshoppt. Nur im Vereinigten Königreich wurde noch mehr online eingekauft. Das ergab eine Studie des Bundesamtes für Statistik, die das E-Commerce-Verhalten in der Schweiz zwischen 2008 und 2018 unter die Lupe nahm.

(Source: WDnet Studio)
(Source: WDnet Studio)

Weniger Zahlungen per Einzahlungsscheine, mehr Bestellungen übers Internet im Allgemeinen und die anhaltende Beliebtheit von online erworbenen Transporttickets – das Bundesamt für Statistik hat erneut eine Studie zum Onlineverhalten von Schweizern veröffentlicht. In der neusten Ausgabe wird die Schweiz auch im internationalen Rahmen verglichen.

Online Ein- und Verkauf

Im internationalen Vergleich der Online-Einkäufen belegt die Schweiz mit 75 Prozent im Internet getätigten Käufen den zweiten Platz - nach dem Vereinigten Königreich. Den tiefsten Prozentsatz erreicht Italien mit 26 Prozent. 25 Prozent der in der Schweiz zum Verkauf angebotenen Ware findet sich online. Damit belegt sie zusammen mit Schweden den fünften Platz was die weltweiten Onlineverkäufe angeht. Das Land mit dem höchsten Prozentsatz sind die Niederlande mit 35 Prozent. Den letzten Platz belegen Italien und Portugal mit jeweils 8 Prozent.

Vergleich von 2008 mit 2018

Der Onlineshopping-Trend wird in der Studie ersichtlich. Im Jahr 2008 haben 37 Prozent der Schweizer in den letzten drei Monaten online eingekauft. 2018 waren es schon 75 Prozent. Das bedeutet eine Steigerung von 38 Prozentpunkten. Eine ähnlich hohe Steigerung widerfuhr Estland: Im Jahr 2008 kauften 7 Prozent online ein, zehn Jahre später sind es 51 Prozent. Die kleinste Veränderung fand in Rumänien statt, dort stieg die Nutzung von Onlineshops von 3 Prozent 2008 auf 13 Prozent im Jahr 2018. Schon vor zehn Jahren lag das Vereinigte Königreich bei der Internetnutzung zum Einkaufen an erster Stelle. damals lag der Wert bei 49 Prozent.

Über E-Commerce gekaufte digitale Produkte

Transporttickets beispielsweise für Zug oder Flugzeug sind auch 2019 noch das meistgekaufte Produkt via E-Commerce. Das sind 8 Prozent mehr als im Jahr 2014. An zweiter Stelle folgen Eintrittskarten für Kultur- oder Sportveranstaltungen. Es waren 58 Prozent in diesem Jahr, respektive 53 Prozent vor fünf Jahren. Bücher/Zeitschriften und Computer-Updates/Videospiele/Software teilen sich mit 44 Prozent den dritten Platz. Während Musik 43 Prozent erreicht, bilden Filme als digitales Produkt das Schlusslicht mit 20 Prozent.

E-Banking im Vergleich

54 Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzte gemäss Studie E-Banking im Jahr 2014. 2018 stieg der Prozentsatz auf 73 Prozent. Damit liegt die Schweiz im Mittelfeld. Der tiefste Wert wurde in Italien erreicht (26 Prozent 2014, 34 Prozent 2018), der höchste in Island (91 Prozent 2014, 94 Prozent 2018).

Zahlungsarten für Onlineshopping

Während der Nutzen von Einzahlungsscheinen von 53 Prozent im Jahr 2010 auf mittlerweile 40 Prozent zurückgegangen ist, gewann die Kreditkarte an Nutzern. Vor knapp einer Dekade verwendeten 69 Prozent der Bevölkerung Kreditkarten um die Online-Einkäufe zu bezahlen. 2019 wurde die Kreditkarte von 87 Prozent benutzt. Eine neue Option kam in diesem Jahr dazu: das digitale Portemonnaie. Alleine 2019 nutzten 19 Prozent der Schweizer Bezahl-Apps wie beispielsweise Twint oder Apple Pay.

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DPF8_163358

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