Tom Sprenger übernimmt

Swisssign: CIO und COO gehen, CTO soll Roadmap vorantreiben

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Swisssign baut das Management um. Der bisherige COO verliess das Unternehmen, der jetzige CIO geht im März, Tom Sprenger wird CTO. Swisssign bezieht Stellung zum Referendum gegen die E-ID.

Von Adnovum zu Swisssign: Tom Sprenger. (Source: Foto © Gerry Nitsch)
Von Adnovum zu Swisssign: Tom Sprenger. (Source: Foto © Gerry Nitsch)

Swisssign hat Änderungen in der Geschäftsleitung mitgeteilt. Marcel Affolter, bisher Chief Information Officer (CIO) des E-ID-Providers, verlasse das Unternehmen per Ende März 2020. Matthias Bartholdi, zuletzt Chief Operations Officer (COO), habe das Unternehmen schon per Ende 2019 verlassen.

Die Aufgaben von Affolter und Bartholdi werden laut Swisssign auf verschiedene Geschäftsleitungsmitglieder aufgeteilt. Walter Herter, bisher Chief Service Officer, werde neu COO und übernehme zusätzlich den Aufgabenbereich "Netzwerk und Infrastruktur".

Tom Sprenger verantwortet Entwicklung und Roadmap

Einen CIO wird Swisssign in Zukunft nicht mehr beschäftigen, wie das Unternehmen auf Anfrage bestätigt. Man wolle 2020 mehr Gewicht auf die Produktentwicklung legen. In der neuen Organisation werde der Chief Commercial Officer, Markus Venetz, für die Planung und die Roadmap zuständig sein. Ein Chief Technology Officer (CTO) werde für den Bereich "Build" zuständig sein und der COO verantworte künftig den Bereich "Run". Marcel Affolter habe sich auf Grund der Umstrukturierung entschlossen, das Unternehmen zu verlassen.

Neu in die Geschäftsleitung zieht Tom Sprenger als CTO ein. Der ehemalige CTO von Adnovum soll per 1. März 2020 die Verantwortung für ein Team der beiden Bereiche "Digitale Identität – SwissID" und "Zertifikatsdienstleistungen" übernehmen. Er fokussiere dabei auf die Umsetzung der Produktentwicklungs- und Roadmap-Strategie. Hier stünden unter anderem der Ausbau der Certificate Authority sowie das elektronischen Patientendossier im Fokus.

Tom Sprenger blicke auf über 20 Jahre Erfahrung im Enterprise Software Engineering zurück. Der diplomierte Informatik-Ingenieur besitze einen Doktor der technischen Wissenschaften der ETH Zürich und schliesse im kommenden März sein MBA in Business Engineering an der Universität St. Gallen ab.

Sprenger soll Swisssign bei der Umsetzung der Wachstumsstrategie unterstützen. "Mit seinem grossen IT- und Security-Know-how und seiner ausgewiesenen Erfahrung als Führungskraft ist er eine wertvolle Unterstützung für die Gruppe", lässt sich CEO Markus Naef in der Mitteilung zitieren.

Weiterentwicklung unabhängig vom Abstimmungsresultat

Anfang Januar kam das Referendum gegen das E-ID-Gesetz zustande. Die Initianten sammelten mehr als 55'000 Unterschriften, wie Sie hier lesen können. Swisssign bedauere das Referendum, schreibt das Unternehmen weiter. Das Gesetz hätte eine schnelle Einführung einer für die Schweiz wichtigen E-ID ermöglicht.

"Wir sind davon überzeugt, dass die Schweizer Bevölkerung die Vorteile einer sinnvollen Aufgabenaufteilung zwischen Staat und Privatwirtschaft erkennt und an der Urne ein deutliches Ja für das Gesetz einlegen wird", schreibt Swisssign.

Das Referendum sei aber auch eine Chance, um mit der Bevölkerung in einen Dialog zu treten und die Vorteile einer staatlich kontrollierten E-ID aufzuzeigen. Swisssign wolle die SwissID unabhängig vom Ausgang der Volksabstimmung weiterentwickeln und vorantreiben.

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