Lukas Golder: "Nur die Digitalisierung schafft Abhilfe"
Am 5. und 6. März 2020 findet das Swiss E-Health Forum in Bern statt. Das Motto lautet "Entwicklung des Gesundheitswesens durch die Digitalisierung". Lukas Golder, Co-Leiter bei GFS Bern spricht darüber, was die Branche aktuell beschäftigt.
Weshalb unterstützen Sie das Swiss E-Health Forum 2020?
Lukas Golder: GFS Bern realisierte mit MKR bereits 2009 das erste Swiss E-Health Barometer. Damit entstand das erste Radarsystem zur Entwicklung von E-Health. Ein Ziel von E-Health, nämlich die Vernetzung der Leistungserbringer und Gesundheitsfachpersonen, wurde dabei erreicht: Beim Barometer arbeiten Apotheken, Pflege, Spitex, Heime und die Ärzteschaft eng zusammen. Und es funktioniert bereits zum 12. Mal !
Wo steht das digitale Gesundheitswesen Anfang 2020?
Der Druck steigt: Das Spitalwesen ist im Umbruch und die vielen kleinen Schritte im Rahmen der Kostendämpfung des BAG wird alle Leistungserbringer, die Industrie und die Investoren treffen. Die Kostenschraube allein genügt nicht. Langfristig müssen "Behandlungsqualität, Patientensicherheit, Effizienz, koordinierte Versorgung und Interprofessionalität sowie Gesundheitskompetenz" gemeinsam angegangen werden. Kein Zufall: Das sind eins zu eins die Ziele von E-Health Schweiz. Nur die Digitalisierung kann das.
Das Motto des Forums lautet "Entwicklung des Gesundheitswesens durch die Digitalisierung". Was verstehen Sie darunter?
Ich habe das Privileg, regelmässig mit vielen Akteuren des Schweizer Gesundheitswesens in Kontakt zu sein. Geht es um relevante Fortschritte im Bereich der Transparenz, der Qualitätsmessung und der Effizienz, blockieren sie sich trotz gutem Willen leider gegenseitig. Nur die Digitalisierung schafft Abhilfe.
Was sind für Sie die wichtigsten Trends im Schweizer E-Health?
Die Digitalisierung im Schweizer Gesundheitswesen stockt etwa bei der Vernetzung der Gesundheitsfachpersonen. Anlass zur Hoffnung geben die digitale Infrastruktur in den Spitälern: Mehr und mehr könnten die Nachversorger davon profitieren. Bei der Bevölkerung steigt die Skepsis bezüglich Datenschutz. Die vielen Leaks und Datenskandale der letzten Jahre hinterlassen Spuren. Dennoch zeigt sich eine Mehrheit bereit, ein E-Patientendossier zu eröffnen. Ein Lichtblick.
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