Neues 5G-Flaggschiff

Oppo kündigt Mini-Kino für die Hosentasche an

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von Coen Kaat

120 Bilder pro Sekunde, die angeblich beste Kamera auf dem Markt und in 38 Minuten voll aufgeladen - Oppo verspricht viel mit seinem neuen Flaggschiff-Handy. Das Find X2 und das Find X2 Pro sollen die Möglichkeiten des neuen Mobilfunkstandards 5G voll ausschöpfen.

(Source: Netzmedien)
(Source: Netzmedien)

"Das ultimative 5G-Gerät". Nichts weniger als das versprach Oppo bei der Ankündigung seines neuen Flaggschiff-Handys. Der chinesische Hersteller meint es ernst. In den nächsten Jahren will das Unternehmen 6 Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung in den Bereichen 5G, IoT, Cloud und künstliche Intelligenz stecken.

Keine leeren Versprechungen. Das erste in der Schweiz im Handel erhältliche 5G-Smartphone kam von Oppo. Der weltweite Launch des Handys, das auch Oppos erstes 5G-Smartphone war, war übrigens ebenfalls in der Schweiz. Wie das Oppo Reno 5G damals im Speedtest abschnitt, können Sie hier nachlesen.

Michael Tran, Head of Strategy and Product Marketing bei Oppo Western Europe, im Video-Stream. (Source: Netzmedien)

Der neue Mobilfunkstandard werde dieses Jahr einen massiven Boom in Video-Streaming und Mobile Gaming auslösen, sagte Michael Tran, Head of Strategy and Product Marketing bei Oppo Western Europe. Diesen Boom will Oppo mit dem Find X2 und dem Find X2 Pro voll ausschöpfen – den jüngsten Mitgliedern der Find-Produktefamilie.

Das neue Flaggschiff-Smartphone kündigte Oppo passenderweise per Video-Stream an. Oppo Schweiz lud mehrere Journalisten ein, um den Livestream gemeinsam zu verfolgen und dabei das neue 5G-Handy bereits auszuprobieren.

Oppo übertrug den Live-Stream im Kino des Signau House in Zürich. (Source: Netzmedien)

Sehen Sie hier den kompletten Live-Stream auf Youtube an:

Display soll mit 120 Bildern pro Sekunde überzeugen

Eines der bestechendsten Features des neuen Handys ist das Display. Der sogenannte Ultra Vision Screen bietet eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz. Dies soll eine weichere und lebensechtere Erfahrung beim Betrachten von Videos bieten. "Es ist als hätte man ein Mini-Kino für die Hosentasche", sagte Tran im Live-Stream.

Die hohe Bildrate mache aber auch das Scrollen durch Apps oder mobile Games viel geschmeidiger. Die Touch-Erkennung ist sogar doppelt so hoch. "120 Hertz wird die Norm werden für künftige Smartphones", zeigte sich Tran überzeugt.

Das meiste Videomaterial – wie etwa Kino- oder Youtube-Filme – läuft aktuell jedoch noch mit 24 Frames pro Sekunde (FPS). Nur wenige Filme, wie etwa Peter Jacksons, mittlerweile 8 Jahre alte "The Hobbit"-Trilogie, wurden in 48 FPS gefilmt.

Die orange Ausführung des Find X2 Pro von Oppo ist in vegangem Leder gehüllt. (Source: Netzmedien)

Um diesen Mangel zu umgehen, entwickelte Oppo die "O1 Ultra Vision Engine". Diese könne etwa die Framerate von Videomaterial hochrechnen, um die Bewegungsunschärfe zu verringern. Die gleiche Engine könne auch Nicht-HDR-Filme einen HDR-Anschein geben. Um das Bilderlebnis abzurunden verbaute der Hersteller Dual-Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos.

"Die beste Kamera auf dem Markt"

"Ein grossartiger Screen braucht auch eine grossartige Kamera", sagte Tran. Mit seinem neuen Flaggschiff will Oppo die beste Kamera entwickelt haben, die aktuell auf dem Markt erhältlich ist. In beiden Versionen – Find X2 und Find X2 Pro – haben jeweils drei verschiedene Kameras.

Die Pro-Ausführung verfügt über eine 48-Megapixel-Weitwinkel-, eine 48-Megapixel-Ultraweitwinkel- und eine 13-Megapixel-Periskop-Telefotokamera. Die Find-X2-Ausführung hat ebenfalls eine 48-Megapixel-Weitwinkel und eine 13-Megapixel-Periskop-Telefotokamera.

Die angeblich beste Handy-Kamera auf dem Markt. (Source: Netzmedien)

Die Ultraweitwinkelkamera nimmt jedoch nur mit 12 Megapixel auf. Ausserdem unterscheiden sich die Kameras in ihren Spezifikationen. So bietet die Pro-Version etwa bessere Brennweiten, Zoom-Distanzen und auch einen besseren Bildsensor. Die 32-Megapixel-Frontkamera ist bei beiden Ausführungen identisch.

In der Kamera steckt auch viel Software, damit der Nutzer in allen Licht- und Umgebungsverhältnissen das beste Foto macht. Darunter etwa ein schnellerer und genauerer Autofokus sowie der Ultra Dark Mode. Dieser soll gelungene Fotoaufnahmen in noch dunkleren Umgebungen ermöglichen. Der Super Macro Mode erlaubt es Handyfotografen, ihre Motive aus 3 Zentimeter Entfernung aufzunehmen.

Die Kamera soll sowohl den Consumer zufrieden stellen, der einfach nur Schnappschüsse machen will, als auch den Profi, der sich Zeit nimmt für seine Fotos und alles selbst einstellen will, erklärte Tran. Für Foto-Enthusiasten ebenfalls interessant: Das Handy kann auch Fotos im RAW-Format aufnehmen.

Das Find X2 und das Find X2 Pro verfügen jeweils über drei Kameras. (Source: Netzmedien)

In 38 Minuten voll aufgeladen

Der 4200 beziehungsweise 4260 Milliamperestunden-Akku (Pro-Version) lässt sich nach Herstellerangaben in 38 Minuten komplett aufladen. Der Super-VOOC-2.0-Flash-Charge erreiche Geschwindigkeiten von bis zu 65 Watt. Aufgrund des dafür erforderlichen Batterieaufbaus und der schnellen Ladetechnologie könne das Smartphone jedoch nicht kontaktlos aufgeladen werden.

Die beiden Ausführungen haben jeweils einen Arbeitsspeicher von 12 Gigabyte RAM. Der verbaute Systemspeicher liegt beim Find X2 bei 256 und beim Pro bei 512 Gigabyte. Herzstück beider Versionen ist eine Qualcomm Snapdragon 865 Mobile Platform mit 2,84 Gigahertz.

Das Find X2 und das Find X2 Pro sind voraussichtlich ab Anfang Mai in der Schweiz erhältlich. Das Find X2 wird in den Farben Schwarz und "Ocean" für 999 Franken erhältlich sein. Der Preis des Find X2 Pro liegt bei 1249 Franken. Die Pro-Version erscheint ebenfalls in Schwarz sowie in Orange. Die Orange-Version ist mit einem veganen Leder umhüllt.

Das Find X2 Pro wird in den Farben Schwarz und Orange erhältlich sein. (Source: Netzmedien)

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