Blockchain-Projekt von Helvetia macht sich selbstständig
Versicherer Helvetia macht einen Spin-off aus seinem Blockchain-Projekt: Das Start-up Adresta will den Lebenszyklus von Luxusuhren mithilfe der Blockchain digitalisieren. Erster Kunde ist eine junge Genfer Uhrenmarke.
Ein Blockchain-Projekt des Versicherers Helvetia wird eigenständig. Das Start-up Adresta will den Lebenszyklus von Luxusuhren nachvollziehbar machen, wie es in einer Mitteilung der Helvetia heisst. Ziel des Jungunternehmens ist es, alle wichtigen Stationen einer Uhr für Hersteller, Händler und Käufer auf einer Blockchain zugänglich zu machen.
Jede Uhr, deren Hersteller mit Adresta zusammenarbeite, liesse sich identifizieren und als Original verifizieren. Zudem könnten Fälschungen und Diebesgüter auf dem Uhrenmarkt erkannt und von diesem ausgeschlossen werden. Dies soll insbesondere unter Secondhand-Käufern Vertrauen schaffen, denn da bestünden oftmals Unsicherheiten über die Authentizität und die Herkunft einer Uhr, heisst es in der Mitteilung weiter.
Genfer Uhrenmarke als erster Kunde
Auch die Hersteller sollen von der Lösung profitieren können: Sie könnten etwa die Entwicklung von Umsatz sowie Absatz besser planen. Ferner liessen sich Fehler bei der Herstellung von spezifischen Modellen schneller erkennen und beheben. Und für Versicherer biete die Lösung einen einfacheren Zugang zur Herkunft und Spezifikation einer teuren Luxusuhr. Das Start-up hat bereits einen ersten Kunden gewonnen: die junge Genfer Uhrenmarke Czapek & Cie.
Die Geschäftsidee entstand gemäss Mitteilung im Rahmen des Corporate-Incubator-Programms der Helvetia. Das ursprüngliche Gründerteam besteht aus Mathew Chittazhathu und Nicolas Borgeaud. Sie entwickelten eine erste technische Lösung zusammen mit den ETH Juniors, einem Beratungsunternehmen von ETH-Studierenden. Leonie Flückiger, die Projektleiterin seitens ETH Juniors, stiess später als CTO zum Gründerteam dazu.
Im Gesundheitswesen stösst die Einführung von Blockchain-Anwendungen auf Hindernisse. Vor allem, wenn es um blockchainbasierte EPD-Systeme geht. Für das Genfer Unispital ist das Grund genug, andere Use Cases zu testen. Zum Beispiel mit dem Start-up Wecan und seiner Technologie zur Rückverfolgbarkeit von chirurgischen Eingriffen.
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