Zoom boomt, Larry Ellison freuts, AWS und Azure haben das Nachsehen
Die Videokonferenzanwendung Zoom hat sich für die Dienste der Oracle Cloud Infrastructure entschieden. Damit soll der massive Anstieg der Nutzerzahlen bewältigt werden. Diese sind aufgrund der Coronakrise inzwischen dreissig Mal so gross wie früher.
Zoom, dessen Popularität seit Beginn der Coronakrise explodiert ist, konnte die Zahl seiner täglichen Nutzer auf 300 Millionen steigern. Das ist dreissig Mal so viel wie im vergangenen Dezember. Um seine Service-Fähigkeiten zu erweitern, entschied sich Zoom nun für die Oracle Cloud Infrastructure. Laut "Reuters" lief der Dienst von Zoom zuvor auf einer Mischung aus Amazon Web Services (AWS) und Microsofts Azure-Diensten und einem eigenen Rechenzentrum. Allerdings komme die Cloud von AWS auch weiterhin zum Einsatz, wie Zoom-CEO Eric Yuan in einem Interview sagte.
"Wir haben uns für Oracle Cloud Infrastructure aufgrund der branchenweit führenden Sicherheit, der aussergewöhnlichen Leistung und des beispiellosen Supports entschieden", sagt Eric S. Yuan, CEO von Zoom. "Wir haben mehrere Plattformen geprüft, und die Oracle-Cloud-Infrastruktur hat uns dabei geholfen, unsere Kapazität schnell zu erweitern und die Bedürfnisse unserer neuen Benutzer zu erfüllen", fasst er zusammen.
Laut Oracle dauerte es nur wenige Stunden, um die neue, auf der Cloud-Infrastruktur der zweiten Generation basierende Architektur zu implementieren und Tausenden von Teilnehmern die gleichzeitige Verbindung mit Zoom zu ermöglichen. Seitdem würden täglich mehr als 7 Petabyte Video über die Oracle-Server übertragen, was 93 Jahren hochauflösendem Video entspreche.
Oracle kämpft mit den Hyperscalern Google, Microsoft und AWS um Marktanteile im Cloud-Geschäft. Ende 2019 hatte das Unternehmen Safra Catz zum CEO ernannt. Co-CEO und Gründer Larry Ellison trat einen Schritt kürzer, wie Sie hier lesen können.
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