SaaS-Geschäft bricht ein

Markt für Managed Services schrumpft wegen Corona

Uhr | Aktualisiert

Der globale Markt für Managed Services bricht ein. Das Vertragsvolumen wird im zweiten Quartal 2020 um 17 Prozent schrumpfen – dies die Schätzung der Analysten von ISG. Der Grund: Die Folgen der Coronapandemie treffen indirekt auch die Service-Provider, und vor allem die SaaS-Anbieter.

(Source: phtorxp / Pixabay)
(Source: phtorxp / Pixabay)

Im zweiten Quartal 2020 wird der Markt für Managed Services einbrechen – das Vertragsvolumen schrumpft um 17 Prozent. Dies schätzen die Analysten von ISG. Als Grund nennen die die Marktforscher Schwächen in wichtigen Wirtschaftszweigen, etwa im Tourismus, im Gastgewerbe, in der Konsumgüterindustrie, im Handel und bei Finanzdienstleistungen.

Aufgrund der Coronaviruspandemie seien die die Geschäftsaktivitäten Anfang März in ganz Europa eingebrochen. In den USA setzte dieser Trend erst gegen Ende März ein. Weltweit betrachtet zeigen sich die Folgen im Markt für Managed Services: Im ersten Quartal seien 85 Prozent aller Managed-Services-Verträge im Januar und Februar abgeschlossen worden.

"In der zweiten Jahreshälfte sollte sich das Managed-Services-Geschäft erholen", schätzt Barbara Florschütz, Geschäftsführerin von ISG Deutschland. Aufs ganze Jahr gesehen werde das Vertragsvolumen von Managed Services allerdings um 7 Prozent sinken.

Barbara Florschütz, Geschäftsführerin von ISG Deutschland. (Source: zVg)

IaaS-Anbieter profitieren

Im Gegensatz zu Managed-Service-Providern kamen die Cloud-Anbieter indes glimpflich davon: Der As-a-Service-Markt sei im ersten Quartal von der Pandemie nur minimal beeinflusst worden. Im Segment Infrastructure-as-a-Service (IaaS) verzeichnet ISG sogar einen kurzen Aufschwung, als die Nachfrage nach Homeoffice- und E-Commerce-Lösungen anstieg.

In der EMEA-Region sei das entsprechende Vertragsvolumen im ersten Quartal um 7 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro gestiegen. IaaS-Anbieter könnten künftig davon profitieren, dass Unternehmen mehr und mehr Aufgaben in die Public Cloud verlagern.

Für SaaS-Anbieter sieht es düster aus

Anbieter von Software-as-a-Service (SaaS) hingegen würden darunter leiden, dass Unternehmen Kosten reduzieren, Personal abbauen und infolgedessen Nutzerlizenzen streichen. Im ersten Quartal sei das SaaS-Vertragsvolumen in der EMEA-Region um 13 Prozent auf 478 Millionen Euro gesunken.

Und die Aussichten für SaaS-Anbieter sehen trübe aus: Die ISG-Analysten schätzen, dass Unternehmen ihre Budgets für SaaS kürzen und im Gegenzug mehr ausgeben für Cybersicherheit, Cloud-Migration und Collaboration-Werkzeuge.

(Source: ISG Index 1Q2020)

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