BFS-Zahlen und Nutzung im Ausland

7 Tage SwissCovid, 1 Million Nutzer

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Seit dem 25. Juni steht SwissCovid allen zum Download zur Verfügung. Die BFS-Zahlen zeigen, dass sich die Nutzerzahlen seit dem App-Start bis zum 1. Juli beinahe verdoppelt haben. Ausserdem könnte die App künftig auch im Ausland funktionieren.

(Source: EPFL / Fotalia)
(Source: EPFL / Fotalia)

Die SwissCovid-App hat an Fahrt aufgenommen. Am Tag der Lancierung, dem 25.Juni, aktivierten 566'894 Nutzer die Anwendung. Sechs Tage später, am 1 Juli, waren es 970'485 aktive Nutzer, wie sich den Angaben des Bundesamts für Statistik (BFS) entnehmen lässt.

Die Zahlen beruhen auf der automatischen Kontaktaufnahme der Apps mit dem Proximity-Tracing-System. Diese Kontaktaufnahme erfolge mehrmals täglich, um die Konfigurationsdaten zu aktualisieren. Zu diesen Updates und der Funktionsweise der App erfahren Sie hier mehr.

Bereits zwei Covidcodes eingelöst

Gemäss "Watson" ist das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit dem Start sehr zufrieden. Es seien bereits zwei Covidcodes eingelöst worden, also Codes, die positiv getestete Menschen erhalten. Diese werden in der SwissCovid-App eingegeben, um anonym möglicherweise betroffene Mitmenschen zu warnen, die die App ebenfalls nutzen.

Die Wirksamkeit der App sei dann am höchsten, wenn möglichst viele Leute sie nutzen. Laut Watson gehen Forscher davon aus, dass wenn 15 Prozent der Bevölkerung sie einsetzen würden, ein Schwellenwert erreicht sei. Dennoch gebe es keine App-Pflicht, der Download und die Aktivierung beruhen auf Freiwilligkeit.

Tracing im Ausland

Im Ausland sei die SwissCovid-App noch eher nutzlos, da sie nur Daten mit anderen SwissCovid-Apps austauschen würde. Für Auslandsaufenthalte könne es dementsprechend Sinn machen, die jeweilige ausländische Tracing-App zu installieren und zu aktiveren. Doch könne nur eine Tracing-App gleichzeitig aktiviert sein, also müsste dann die SwissCovid-App in den Einstellungen des Betriebssystems deaktiviert werden.

Beim Installieren von ausländischen Tracing-Apps könne noch ein weiteres Problem auftreten: Geo-Blocking. Aus juristischen Gründen können gewisse ausländische Tracing-Apps nur in den App-Stores weniger Länder installiert werden. Die Schweizer Version habe kein Geo-Blocking mehr und stehe inzwischen auch Personen zur Verfügung, die nur temporär in der Schweiz sind oder einen anderen Telekomanbieter haben. Die SwissCovid-App sei ausserdem in elf Sprachen verfügbar.

Künftige EU-Kompatibilität möglich

Zurzeit laufen gemäss Watson Gespräche, um einen Datenaustausch zwischen den EU-Ländern zu ermöglichen, die wie die Schweiz auf ein dezentrales Modell setzen und die Apple- oder Google-API nutzen. Dann könnte die SwissCovid-App künftig auch im Ausland funktionieren, da sie auch Daten mit ausländischen Tracing-Apps tauschen könnte. Allerdings könnten bis dahin noch Wochen oder Monate vergehen.

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