Bund erfüllt Postulat von Marcel Dobler

So fördert die Armee Tech-Know-how

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von Pamela Beltrame und kfi

Der Bundesrat hat in Erfüllung des Postulats von Marcel Dobler den Bericht "Armee – Sicherstellung der Kompetenzen im Bereich der neuen Technologien" verabschiedet. Dieser zeigt, wie die Armee die Sicherstellung und Förderung von Tech-Know-how in Angriff nimmt.

(Source: Beatrice Devenes)
(Source: Beatrice Devenes)

Aufgrund der Digitalisierung und der damit verbundenen Vernetzung sämtlicher Systeme der Armee gewinnen Kompetenzen in diesem Bereich an Bedeutung. In einem Postulat, das im Jahr 2017 von Marcel Dobler eingereicht wurde, wurde der Bundesrat damit beauftragt zu prüfen, wie die Armee den zunehmenden Kompetenzbedarf im Bereich der neuen Technologien langfristig sicherstellen will. Nun hat der Bundesrat in einer Sitzung vom 11. Dezember 2020 den Bericht "Armee – Sicherstellung der Kompetenzen im Bereich der neuen Technologien" verabschiedet, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Dieser Bericht beschreibt die Massnahmen, die seit der Einreichung des Postulats getroffen wurden.

Massnahmen im Bereich Verwaltung und Bildung

In den Bereichen Verwaltungs- und Bildungswesen habe sich schon viel getan. Der Bericht listet etwa die Nationalen Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyberrisiken (NCS) als Meilenstein. Die NCS gibt die Ziele zum Schutz vor Cyberrisiken vor, die bis Ende 2022 erreicht werden sollen. Die koordinierte Umsetzung der Strategie verantwortet das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC). Wie die Umsetzung der NCS läuft, lesen Sie hier.

Auch der Plan, die Abteilung Führungsunterstützungsbasis (FUB) der Armee in das Kommando Cyber umzuwandeln, findet im Bericht Erwähnung. Die FUB soll nämlich von einer breit gefächerten Unterstützungsorganisation in ein einsatzorientiertes, militärisches Kommando weiterentwickelt werden. Das künftige Kommando Cyber solle die militärischen Schlüsselfähigkeiten in den Bereichen Lagebild, Cyberabwehr, IKT-Leistungen, Führungsunterstützung, Kryptologie und elektronische Kriegführung bereitstellen.

Im Bereich Bildungswesen nennt der Bericht unter anderem den Cyber-Defence Campus. Das vom Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) unter der Leitung von Armasuisse geschaffene Projekt fördere innovative und anwendungsorientierte Forschung.

Der Campus hat seit November 2019 drei Standorte: an der ETH Zürich, an der EPF Lausanne und beim Bundesamt für Rüstung Armasuisse in Thun. Der Campus solle die Zusammenarbeit zwischen Bund, Forschung und Wirtschaft stärken und so den Schutz im Cyberraum verbessern, sagte Verteidigungsministerin Viola Amherd anlässlich der Eröffnung des Cyber Defence Campus an der ETH Zürich.

Zudem habe die Armee einen Cyber-Lehrgang geschaffen. Spezialistinnen und Spezialisten aus dem IT-Bereich könnten damit seit Herbst 2019 den Cyber Security Specialist mit eidgenössischem Fachausweis erlangen. Weiter biete die Armee - in Zusammenarbeit mit Hochschulen und Fachhochschulen - die Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten, Praktika und Forschungsprogramme an. Damit wolle sie interessierten angehenden Fachexpertinnen und -experten den Einstieg in die Militärverwaltung erleichtern.

Der Bundesrat hat ebenfalls angekündigt, die künstliche Intelligenz fördern zu wollen. Dazu will er ein spezielles Kompetenznetzwerk aufbauen, wie das auch schon andere Länder getan haben. Erfahren Sie hier mehr dazu.

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DPF8_201387

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