Center for Artificial Intelligence in Medicine (CAIM)

Universität Bern eröffnet KI-Zentrum für Medizin

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von Maximilian Schenner und jor

Die Universität Bern hat ein Institut für medizinische KI-Forschung eröffnet. Das Center for Artificial Intelligence in Medicine (CAIM) soll als Schnittstelle zwischen Medizin, Wissenschaft und Industrie fungieren.

Künstliche Intelligenz in der Medizin. Source: Screenshot / https://www.youtube.com/watch?v=XZfzUqhb9CQ&t=97s
Künstliche Intelligenz in der Medizin. Source: Screenshot / https://www.youtube.com/watch?v=XZfzUqhb9CQ&t=97s

Schweizer Hochschulen setzen zunehmend auf künstliche Intelligenz (KI). Kürzlich stellte die Ostschweizer Fachhochschule (OST) ihr neues Institut für AI vor. Die Universität Bern eröffnete nun ein Zentrum für künstliche Intelligenz in der Medizin.

Das Center für Articial Intelligence in Medicine (CAIM) entsteht in Zusammenarbeit mit den Universitären Psychiatrischen Diensten (UPD) und dem Schweizer Institut für Translationale und Unternehmerische Medizin (Sitem-Insel), wie auf der Website der Uni Bern zu lesen ist. Am 19. März wurde das neue Zentrum der Medizinischen Fakultät im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung offiziell eröffnet.

Das CAIM sei eine "Forschungs-, Lehr- und Translationsplattform für Medizinaltechnologie, die KI nutzt, um die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu verbessern und die Arbeit von Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegenden zu erleichtern", heisst es auf der Website. Es solle zusätzlich "durch den Schulterschluss zwischen Medizin, Ingenieurwissenschaften, Forschung und Industrie als Katalysator, aber auch Integrator wirken", wie Claudio Bassetti, Dekan der Medizinischen Fakultät, ergänzt.

Claudio Bassetti, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Bern. (Source: Universität Bern)

Künstliche unterstützt natürliche Intelligenz

Digitalisierung der Medizin würde den nächsten Entwicklungsschub in der Präzisionsmedizin auslösen, sagt Universitätsrektor Christian Leumann. "Mit dem CAIM investiert die Universität Bern in die Zukunft der Medizin und schafft attraktive Stellen in der Lehre und Forschung." Für Christine Häsler, Regierungsrätin und Bildungs- und Kulturdirektorin des Kantons Bern, ist die Eröffnung des CAIM ein "weiteres starkes Signal des Berner Medizinalstandorts". Weiter betont sie: "Natürliche Intelligenz, die von künstlicher Intelligenz ergänzt und unterstützt wird, scheint mir eine perfekte Kombination zu sein."

Das Zentrum solle Informatikerinnen, biomedizinische Ingenieure und klinische Expertinnen "dank einer integrierten Plattform" zusammenbringen, erklärt Raphael Sznitman, Direktor des CAIM. Die Universität Bern, die Insel-Gruppe und die Medizinische Fakultät hätten in den letzten Jahren mehrere Professuren in den Bereichen Digitalisierung und KI geschaffen und internationale Spezialistinnen und Spezialisten nach Bern geholt.

Beispiele für die Anwendung von künstlicher Intelligenz nennt die Uni Bern in einem Video:

Maschinelles Lernen als therapeutische Entscheidungshilfen für Ärztinnen und Ärzte: Das ist eines der Forschungsgebiete der ETH-Professorin Julia Vogt. Die Forscherin entwickelt neue Formen von Machine Learning, die für klinische Datenanalysen und Präzisionsmedizin zum Einsatz kommen. Im Interview spricht sie über die Chancen und Tücken ihres Forschungsgebiets sowie darüber, warum der Begriff "personalisierte Medizin" mitunter falsche Hoffnungen weckt.

Webcode
DPF8_211002

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