Verbindung zwischen API-Hubs

Swisscom partnert mit Six für Open Finance

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von Joël Orizet und nsa

Die Swisscom und Six haben eine Partnerschaft im Bereich Open Finance vereinbart. Der Telko-Riese und die Börsenbetreiberin wollen ihre Open-Banking-Hubs kompatibel machen und sich für die Standardisierung von Schnittstellen einsetzen.

(Source: phive2015 / iStock.com)
(Source: phive2015 / iStock.com)

Swisscom und Six wollen die Umsetzung von Open Finance in der Schweiz voranbringen. Die beiden Unternehmen vereinbarten eine Geschäftspartnerschaft, um ihre jeweils eigenen Open-Banking-Angebote kompatibel zu machen. Ziel sei es, die Nutzung von Open-Finance-Diensten zu erleichtern und die Innovationsfähigkeit des Schweizer Finanzplatzes zu stärken, heisst es in einer Mitteilung.

Die Swisscom stelle einen sogenannten "Integration Layer" zur Verfügung, über den Unternehmen ihre Systeme mit dem Hub von Swisscom und künftig auch mit jenem der Six verbinden können. Der Telko ergänzt zudem seinen Hub um das digitale Consent Management, das die Six auf ihrem Hub anbietet. Die Lösung soll den Prozess der Einverständnisvergabe des Endkunden für die Verwendung seiner Daten technisch abwickeln.

Swisscom war zuerst, Six bringt die grossen Banken ins Spiel

Die Swisscom lancierte ihren Open Banking Hub Ende 2017. Über die Plattform sollen Banken direkt auf die Angebote von Fintech-Unternehmen zugreifen können. Erstmals zum Einsatz kam die Plattform im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen der Baloise Bank SoBa und Apiax, einem Schweizer Anbieter von Legal- und Compliance-Lösungen für die Finanzbranche.

Six startete ihren Hub namens b.Link im Mai 2020. Als erstes konnten sich Finanzinstitute mit Anbietern von Buchhaltungslösungen über APIs verbinden. Die ersten Partner: das Buchhaltungssoftware-Start-up Klara, die Credit Suisse, die CS-Tochter Neue Aargauer Bank sowie die UBS. Mitte Februar fügte die Six dem Portal drei neue Schnittstellen für Vermögensverwalter hinzu. Banken könnten sich somit über Anbieter von Portfolio-Management-Systemen mit externen Vermögensverwaltern verbinden.

Kürzlich gab die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) ebenfalls eine Partnerschaft im Bereich Open Finance bekannt. Die SBVg kooperiert mit Swiss Fintech Innovations. Die beiden Verbände wollen sich dafür einsetzen, damit Banken untereinander und mit Drittanbietern möglichst einfach und sicher zusammenarbeiten können.

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