Contovista macht mit

Berner Kantonalbank lanciert Open-Banking-Plattform

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von Joël Orizet und slo

Die Berner Kantonalbank startet eine eigene Fintech-Plattform. Entwickelt wird sie von DXC Technology. Das erste Produkt: zwei Finanzassistenten von Contovista.

Die Filiale der BEKB in Interlaken. (Source: bekb.ch)
Die Filiale der BEKB in Interlaken. (Source: bekb.ch)

Die Berner Kantonalbank (BEKB) lanciert ein eigenes Ökosystem für Fintech-Partner.

Über die Open-Banking-API-Plattform könne sich die BEKB einfach und effizient mit anderen Instituten verbinden. Für Kundinnen und Kunden bedeute dies: neue und innovative Lösungen, so das Versprechen der Kantonalbank.

Die ersten Produkte sollen im Sommer 2021 erhältlich sein. Es handelt sich um zwei multibankfähige Finanzassistenten für Geschäfts- und Privatkunden von Contovista. Mit den Finanzassistenten könnten Nutzerinnen und Nutzer aus dem BEKB-Kundenportal heraus auf Konto- und Zahlungsdaten von Drittbanken zugreifen.

Tool für die Liquiditätsplanung in der Pipeline

Als Nächstes will die BEKB ein Tool für die Liquiditätsplanung von Firmenkunden auf der Plattform ausrollen. Auch hier ist die Idee, dass Nutzerinnen und Nutzer von einem Ort aus mit Daten aus verschiedenen Konten arbeiten können. Mit welchen Drittfirmen welche Daten ausgetauscht werden, entscheide die Kundin oder der Kunde selbst, teilt die Bank mit.

Die BEKB setzte die Plattform Ende 2020 mit der ehemaligen HPE-Tochter DXC Technology um. DXC befindet sich zurzeit in Verhandlungen mit Atos: Der französische IT-Dienstleister will DXC angeblich für 10 Milliarden US-Dollar übernehmen.

Open Banking kommt in der Schweiz an

Unter dem Stichwort Open Banking öffnet sich die Finanzbranche für Drittanbieter wie etwa Fintech-Unternehmen. Diese könnten über offene Schnittstellen auf Kundendaten zugreifen und auf diese Weise neue Produkte und Dienstleistungen bereitstellen.

In der Schweiz gewinnt Open Banking an Zuspruch. Gemäss einer Befragung von Mastercard profitiert bereits ein Viertel der Schweizerinnen und Schweizer von Open Banking, etwa durch die Nutzung von bankunabhängigen und kontoübergreifenden Apps. In Europa liegen die Nutzerzahlen bei 22 Prozent. Zudem würden 35 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer ein solches Angebot nutzen, wenn es ihnen zur Verfügung stünde.

In der Europäischen Union ist Open Banking bereits staatlich reguliert; die Schweiz setzt zunächst auf Selbstregulierung. Open Banking bedeute mehr als bloss Schnittstellen, und auf dem Weg zu einem offenen Ökosystem gelte es, noch einige Hürden zu nehmen, sagen Ralph Hutter und Sven Biellmann von Finnova in Interview.

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