Apple-Zulieferer Quanta wird mutmasslich von Cyberkriminellen erpresst
Der taiwanische Hardwareproduzent Quanta ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Angeblich fordern die Angreifer eine Lösegeldzahlung von 50 Millionen US-Dollar vom Apple-Zulieferer. Ansonsten drohen sie damit, vertrauliche Produktpläne zu veröffentlichen.
Der Tech-Konzern Apple ist mutmasslich ins Visier von Cyberkriminellen geraten. Wie "Bloomberg" berichtet, behauptet die Hackergruppe Revil in einem Blogbeitrag im Darknet, das Computernetzwerk von Quanta infiltriert zu haben. Das taiwanische Unternehmen ist einer der Hauptzulieferer von Apple und vor allem für die Herstellung von Macbooks verantwortlich.
Wie es weiter heisst, fordern die Cyberkriminellen nun eine Zahlung in der Höhe von 50 Millionen US-Dollar. Erfolge diese nicht, drohen sie damit, vertrauliche Pläne zu künftigen Apple-Produkten zu veröffentlichen. Laut Bloomberg sollen erste Dokumente bereits aufgetaucht sein und die Schaltpläne eines erst im März 2021 entworfenen Macbook-Modells zeigen.
Seitens Apple gibt es keine Stellungnahme zum Vorfall. Zulieferer Quanta bestätigt gegenüber Bloomberg einen Hackerangriff, ohne aber mitzuteilen, ob und wie viele Daten abgeflossen sind. "Es gibt keine wesentlichen Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb des Unternehmens", heisst es in der Stellungnahme.
Vor einem Monat schon machte die Revil-Hackergruppe von sich reden. Damals hatten sie es mutmasslich auf Acer abgesehen - und auch hier war die Rede von 50 Millionen US-Dollar Lösegeld.
Ganz offiziell hat Apple diese Woche wiederum neue Produkte enthüllt: Ausser den bereits erwarteten neuen iPad- und iMac-Modellen kündigte der Hersteller auch Neuerungen für Apple TV, eine neue Farbe für das iPhone 12 und einen Chip zur Ortung von Alltagsgegenständen an.
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