E-Partizipation im Aufwind
Ob Gesetzesrevision oder Statutenänderung: Mit der Software-Lösung von Konova können die Meinungen von Einwohnerinnen oder Mitgliedern digital eingeholt und verarbeitet werden. Bereits über 80 öffentliche Verwaltungen und Verbände setzten auf "E-Mitwirkung".
Bei Vernehmlassungs- und Mitwirkungsverfahren wie etwa bei der Raumplanung nehmen viele Anspruchsgruppen teil. Je grösser die direktdemokratische Partizipation ausfällt, desto zeitaufwändiger ist auch der Administrationsaufwand dahinter. Alleine die Verarbeitung der Rückmeldungen: "Diese treffen bei den Behörden schriftlich per Post, Fax oder Mail ein und müssen dann in eine einheitliche Form gebracht werden", sagt Miro Hegnauer. Er ist Mitgründer von Konova. Das Zuger Start-up hat 2018 für den Kanton Obwalden den Vernehmlassungsprozess digitalisiert.
Aus diesem ersten Kundenprojekt ist anschliessend die Software "E-Mitwirkung" für öffentliche Verwaltungen entstanden. Mit der Software von Konova kann der ganze Mitwirkungs-Prozess digital über eine Plattform abgewickelt werden: von der Einladung über die Einsicht der Unterlagen, das Sammeln und Aufbereiten der Rückmeldungen bis hin zur Kommunikation der Ergebnisse.
Mittlerweile setzen 75 Städte und Gemeinden und acht Kantone auf die einfach skalierbare Software "E-Mitwirkung". Mitgründer Miro Hegnauer sagt: "In den letzten sechs Monaten kamen 35 Kunden dazu, davon vier Kantonsverwaltungen." Vor allem Kantone als Neukunden brächten einen beachtlichen Multiplikatoren-Effekt. Sobald diese ihre Gemeinden für ein Mitwirkungsverfahren einladen, kämen diese automatisch mit der Software in Kontakt, meint Hegnauer.
So will Konova sich auch weiterhin auf das Wachstum im Verwaltungsbereich konzentrieren. "Unser Produkt soll sich als Standardlösung in den Schweizer Verwaltungen durchsetzen", so Hegnauer. Gleichzeitig soll jedoch auch der Verbandsbereich aufgebaut werden, da es beim Einbezug der Verbandsmitglieder viele Anknüpfungspunkte aus Verwaltungslösung gibt.
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