WTO-Beschaffungsverfahren

Update: Die Beschwerde beim Bundes-Cloud-Projekt kommt von Google

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von Silja Anders und Renè Jaun, ml

Die Bundesverwaltung muss das WTO-Beschaffungsverfahren für Public Clouds stoppen. Grund dafür ist eine Beschwerde. Diese soll vom Tech-Konzern Google kommen.

(Source: qimono / pixabay.com)
(Source: qimono / pixabay.com)

Update vom 22.7.2021: Die Beschwerde gegen die Cloudvergabe des Bundes kommt offenbar von Google. Wie "Watson" unter Berufung auf eine Agenturmeldung berichtet, habe sich der Tech-Gigant Google "nach eingehender Prüfung" für den Beschwerdegang entschieden. Man sei überzeugt, dass die Google-Cloud-Lösungen die Anforderungen der Vergabestelle erfüllten und das Unternehmen für die Cloud-Computing-Projekte des Bundes bestens geeignet wäre.

Originalmeldung vom 21.07.2021: Beschwerde stoppt Cloud-Beschaffung des Bundes

Die Bundesverwaltung hat eine Beschwerde gegen die Zuschläge für die Beschaffung von Public-Cloud-Diensten an Microsoft, Oracle, IBM, AWS und Alibaba erhalten.

Nun muss das Verfahren vorerst sistiert werden, wie der Bundesrat auf seiner Website mitteilt. Nachdem am 24. Juni die fünf Favoriten bekannt gegeben worden waren, ging nun fristgerecht eine Beschwerde beim Bund ein. Dadurch könne das Beschaffungsverfahren vorerst nicht abgeschlossen werden.

Die Bundeskanzlei teilt mit, dass die Nutzung von Cloud-Diensten einem steigenden Bedürfnis der Departemente und der Bundeskanzlei entspreche. Damit sollen Verwaltungsleistungen zugunsten der Bevölkerung und der Wirtschaft erbracht werden.

Diese Leistungen sollen laut Mitteilung die bundeseigenen Rechenzentren und Private Cloud-Angebote ergänzen. Für die Bundesverwaltung entstehe keine Verpflichtung, das Beschaffungsvolumen von total 110 Millionen Franken auszuschöpfen.

Wie Schweizer Unternehmen vom neuen WTO-Übereinkommen zum Beschaffungswesen profitieren, können Sie übrigens hier nachlesen.

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