So können Händler und Hersteller auf den Preisverfall reagieren
Die Digitalisierung hat den Preiskampf auf dem Markt verschärft und die Margen für Händler nach unten gedrückt. Um dem Preiszerfall entgegenzuwirken, sind Händler und Hersteller gefordert. Dabei geht es weniger um das Produkt selbst, sondern um Zusatzleistungen.
Die Digitalisierung des Handels schreitet voran – und sie hat nicht nur Vorteile. Im E-Commerce schwinden die Margen, wie Carpathia in einem Blogbeitrag schreibt. Aber auch der stationäre Handel sei davon betroffen, denn zwischen den beiden könne schon seit längerem keine Grenze mehr gezogen werden.
Konkret führte die höhere Markttransparenz einerseits zu einer guten Vergleichbarkeit von Preisen. "Wenn es sich beim Angebot um ein vergleichbares Produkt ohne relevante Zusatzleistung handelt, dann gewinnt in der Regel der günstigste Anbieter", fasst Carpathia die Folge zusammen. Zudem verlieren durch den E-Commerce regionale Grenzen ihre Bedeutung. Dies wiederum führe zu einer Überdistribution fördere den Preis- und Margenzerfall weiter.
Händler und Hersteller sind gefordert
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, stehen Händler laut Carpathia vor der Aufgabe, den Wert, den sie dem Kunden bieten, neu zu definieren, denn: "Die Verfügbarkeit eines Produktes ist nach wie vor ein wichtiger Faktor, in den meisten Fällen jedoch kein Unterscheidungsmerkmal mehr." Mehr als das eigentliche Produkt zähle nun das "Drumherum", also etwa besondere Leistungen oder ein einmaliges Kundenerlebnis. Um diesen Mehrwert schaffen zu können, müssen Händler wiederum enger mit den Herstellern zusammenarbeiten.
Herstellern rät Carpathia hingegen dazu, ihre Produkte nicht mehr über möglichst viele Kanäle zu vertreiben, denn mit dem so genannten provisionsgetriebenem Sell-in entwerte man seine Produkte und riskiere den Zerfall des Vertriebsnetzes. Vielmehr sollten Hersteller ihr Vertriebsnetz verschlanken, um dann mit "ausgewählten Partnern das Einkaufserlebnis und das Leistungsangebot für die Kundschaft zu maximieren."
Chiral sammelt 12 Millionen US-Dollar für neue Chip-Technologie
KI entlastet nicht - sie erhöht das Burnout-Risiko
Wie Cyberkriminelle KI-Assistenten missbrauchen
Wie die SCSD 2026 digitale Souveränität sichtbar, vergleichbar und erlebbar machen
Unternehmensportrait und Statement
Gefälschte KI-Extensions spähen 260'000 Chrome-User aus
Spam macht 2025 fast die Hälfte des E-Mail-Verkehrs aus
Sichere Netzwerke – das Fundament für das KI-Zeitalter
Houzy wühlt sich durch die Baugesuche der Schweiz