Sammelklage gegen Microsoft, Github und OpenAI
Ein Open-Source-Entwickler hat in den USA eine Sammelklage gegen Microsoft, Github und OpenAI eingereicht. Die Klage verlangt 9 Milliarden US-Dollar Schadenersatz. Der Vorwurf: Das KI-Tool Copilot soll urheberrechtlich geschützten Code ohne Lizenzangaben verwenden.
Der Rechtsanwalt und Open-Source-Entwickler Matthew Butterick hat beim Bundesbezirksgericht für Nord-Kalifornien eine Sammelklage gegen Microsoft, Github und OpenAI eingereicht. Der Vorwurf: Die KI-Programmierhilfe Github Copilot gebe Code-Ausschnitte ohne Quellenangabe wieder, verstosse somit gegen Open-Source-Lizenzen und gegen das Urheberrecht. Auf einer eigens dafür veröffentlichten Website ruft Butterick die Entwicklergemeinde dazu auf, Lizenzverstösse in Zusammenhang mit dem Github-Tool zu melden.
In der Anklageschrift wirft man Github (im Oktober 2018 durch Microsoft übernommen) und OpenAI geschätzte 3,6 Millionen Verstösse gegen den Digital Millenium Copyright Act vor. Pro Verstoss machen die Kläger eine Mindestforderung von 2500 US-Dollar geltend – was sich auf eine Gesamtforderung von 9 Milliarden Dollar summiert.
Copilot soll mittels künstlicher Intelligenz Programmcode generieren und so Github-User beim Entwickeln unterstützen. Im Juni 2022 schickte Github die KI-Programmierhilfe in den Regelbetrieb. Ein Jahr zuvor stellte Github das Tool vor – und stiess damit auf Kritik aus Entwicklerkreisen – nicht nur bezüglich ungeklärter Fragen zum Urheberrecht, sondern auch in Bezug auf die Qualität des automatisch generierten Codes. Lesen Sie hier mehr dazu.
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