China lanciert ein quelloffenes Betriebssystem
China hat ein eigenes Betriebssystem veröffentlicht. Openkylin basiert auf einem Linux-Kernel, erinnert optisch an Windows und ist Open Source.
Unter dem Namen Openkylin hat China ein eigenes Betriebssystem auf den Markt gebracht. Es handelt sich dabei um Chinas erstes quelloffenes (Open-Source-)Betriebssystem, wie "Reuters" unter Berufung auf staatliche Medien berichtet. Demnach beteiligte sich eine Gemeinschaft von etwa 4000 Personen an der Entwicklung des Systems. Der wichtigste Unterstützer des Projekts sei das chinesische Industrial Control Systems Cyber Emergency Response Team, das dem Ministerium für Industrie und Informationstechnologie untersteht. Eingesetzt werden soll das System etwa in der Raumfahrt-, der Finanz- und der Energieindustrie. Mit einem eigenen Betriebssystem wolle China von ausländischen Unternehmen, namentlich solchen aus den USA, unabhängiger werden, analysiert Reuters und fügt an, dass sich in China gleich mehrere Unternehmen mit der Entwicklung eigener Betriebssysteme befassen würden, die Windows oder Mac ersetzen sollen.
Der Name Openkylin beziehe sich auf den Qilin, ein Wesen aus der chinesischen Mythologie, wie "Linuxguides" anmerkt. Das Open-Source-Betriebssystem basiert auf dem populären Linux, genauer auf dessen Kernel-Version 6.1. Die Desktopumgebung, "Ultimate Kylin User Interface" (oder UKUI) genannt, erinnere visuell an Windows. Zu den installierten Anwendungen zählen Mozilla Firefox, WPS Office sowie der Vim-Text-Editor.
Linux wird übrigens im August 32 Jahre alt. Oft wird Linux als Betriebssystem neben Windows und MacOS verstanden. Doch das stimmt so nicht - und ohne GNU gäbe es vielleicht auch gar kein System, das fälschlicherweise als "Linux" bezeichnet werden könnte. Was Linux wirklich ist, erfahren Sie im Artikel zum 30-jährigen Geburtstag.
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