Mobility-as-a-Service-Angebot

Basel, Bern und Zürich tüfteln an Mobilitäts-App

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von Leslie Haeny und yzu

In den Städten Basel, Bern und Zürich soll eine Mobilitätsplattform entstehen, über die Nutzerinnen und Nutzer Trambillette, Leihvelos, Carsharing-Angebote und mehr buchen und bezahlen können. Der Start ist für 2025 geplant. Die Kosten von rund 18,2 Millionen Franken wollen sich die Städte teilen.

(Source: Basit Abdul / Unsplash)
(Source: Basit Abdul / Unsplash)

Die Städte Basel, Bern und Zürich arbeiten gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben BVB, Bernmobil und VBZ an einem Mobility-as-a-Service-Angebot. Sie möchten eine Mobilitätsplattform in Form einer App kreieren, über die Nutzerinnen und Nutzer Angebote finden und direkt bezahlen können. Das Angebot soll hierbei vom Leihvelo über Carsharing bis zum Tram reichen, wie der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt mitteilt. "Die Städte und die Verkehrsbetriebe wollen mit der Kooperation ihre Kräfte bündeln und einen Beitrag zur Umsetzung ihrer verkehrspolitischen Strategien leisten: Damit die urbane Verkehrswende gelingt, muss für Nutzende ein Umstieg auf nachhaltige Verkehrsmittel so einfach wie möglich gemacht werden", heisst es weiter. 

In den Städten bestehe bereits heut ein breites Angebot an nachhaltigen, flächeneffizienten Verkehrsmitteln. Neu soll zusätzlich zur MaaS-App ein Netz von Mobilitätshubs entstehen. Laut Kantonsrat handelt es sich dabei um Standorte, an denen Sharing-Verkehrsmittel verfügbar sind. Diese Standorte wollen die Städte beispielsweise an ÖV-Knotenpunkten "und anderen geeigneten Orten in der Stadt und in angrenzenden Gemeinden" einrichten. Ziel sei es, dass Fahrgäste die Verkehrsmittel möglichst jederzeit dort nutzen und miteinander kombinieren können, wo sie diese benötigen. 

Finanzierungsbeschlüsse in Zürich und Bern noch ausstehend

Die Beschaffung der neuen Applikation wurde bereits am 15. September 2023 öffentlich ausgeschrieben. Die Städte rechnen damit, dass sie die App 2025 lancieren werden. In Basel soll das Projekt über den Mobilitätsfonds mitfinanziert werden. Der Regierungsrat folge hier der Empfehlung des Mobilitätsfondsrats und beantrage dem Grossen Rat, einen Betrag von 5,06 Millionen Franken zu bewilligen. Derweil stehen entsprechende Finanzierungsbeschlüsse in Zürich und Bern noch aus. 

Laut Regierungsrat sollen die Gesamtkosten bis 2028 rund 18,2 Millionen Franken betragen. Die Investitionskosten würden die drei Städte zu gleichen Teilen tragen. Die Nutzerabhängigen Betriebskosten wollen die Städte in der ersten Betriebsphase gemäss der jeweiligen Bevölkerungszahl aufteilen. Stadtspezifische Betriebskosten soll zudem die verursachende Stadt bezahlen. Geplant sei aber, auch weitere öffentliche Akteure zur Kooperation dazu zu holen, die sich wiederum an den Kosten beteiligen.

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