Appenzell Innerrhoden legt den Einsatz algorithmischer Systeme offen
Der Kanton Appenzell Innerrhoden hat ein Verzeichnis veröffentlicht, das über den Einsatz von algorithmischen Systemen in der Verwaltung informiert. Behörden hätten eine besondere Verantwortung, wenn es um Entscheidungen über Menschen ginge.
Der Kanton Appenzell Innerrhoden informiert neuerdings transparent über den Einsatz algorithmischer Systeme in der Verwaltung. Dazu hat der Fachbereich digitale Verwaltung Ende Juni 2024 ein Verzeichnis veröffentlicht, das sämtliche eingesetzten Systeme aufführt. Insbesondere beim Einsatz von automatisierten Entscheidungssystemen tragen Behörden eine grosse Verantwortung den Menschen gegenüber, die von den Entscheidungen betroffen sind, wie der Kanton mitteilt. Künftig sollen die Departemente der Ratskanzlei melden, wenn neue Systeme zum Einsatz kommen. Diese werde das Verzeichnis fortlaufend ergänzen.
Unter automatisierten Entscheidungssystemen versteht der Fachbereich algorithmische Systeme, die Entscheidungen über Personen treffen, empfehlen oder beeinflussen. Ein algorithmisches System, das etwa die Bodenbedeckung misst, falle nicht unter die Definition. Das Verzeichnis legt Informationen zu den zugrundeliegenden Modellen, zu den Entwicklerinnen und Entwicklern, zum Verwendungszweck und zur Folgenabschätzung offen. Zum aktuellen Zeitpunkt setzt die Verwaltung noch keine automatisierten Entscheidungssysteme ein, wie dem Verzeichnis zu entnehmen ist.
Der Schritt dürfte eine Reaktion auf die Forderung von Algorithmwatch sein, mehr Massnahmen zum Schutz vor Diskriminierung durch Algorithmen und künstliche Intelligenz zu ergreifen. Im Hinblick auf die geplante KI-Regulierung setzt sich die Organisation unter anderem mit einem Appell an den Bundesrat für stärkere Regulierung rund um KI ein, wie Sie hier lesen.
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