HIN modernisiert Gesundheitsplattform mit Red Hat und VSHN
Die Health Info Net hat ihre technische Infrastruktur gemeinsam mit Red Hat und dem Zürcher IT-Dienstleister VSHN erneuert. Die Betreiberin von Kommunikations- und Identitätsdiensten für Fachpersonen im Schweizer Gesundheitswesen setzt neu auf eine cloudnative Plattform für digitale Gesundheitsdienste.
Mit einer neuen cloudnativen Infrastruktur will Health Info Net (HIN) die Entwicklung und Bereitstellung digitaler Gesundheitsdienste beschleunigen. Zu diesem Zweck arbeitete das Unternehmen mit Red Hat und dem Zürcher Managed-Service-Provider VSHN zusammen, wie die beteiligten Unternehmen mitteilen.
HIN bietet Kommunikations-, Identitäts- und Sicherheitsdienste für Fachpersonen und Organisationen im Schweizer Gesundheitswesen an. Dazu gehört etwa HIN-Mail: Ärztinnen, Spitäler, Labore und Kliniken können darüber Patientenzuweisungen, Laborbefunde oder medizinische Berichte sicher und verschlüsselt versenden. Nach Angaben von HIN nutzen rund 90 Prozent der relevanten Akteure im Schweizer Gesundheitssystem die Dienste des Unternehmens.
Neue Plattform auf zwei Schweizer Clouds
Im Rahmen des Projekts ersetzte HIN die bisherige Infrastruktur auf physischen Servern durch eine Architektur auf Basis von Red Hat Openshift. Die Plattform läuft laut den beteiligten Unternehmen auf den Schweizer Cloud-Anbietern Cloudscale und Exoscale. Somit will HIN die Abhängigkeit von einzelnen Technologieanbietern reduzieren und gleichzeitig sicherstellen, dass die Verarbeitung sensibler Gesundheitsdaten innerhalb der Schweiz erfolgt.
VSHN übernahm die Implementierung und den Betrieb der neuen Umgebung. Mithilfe der Automatisierungsfunktionen von Openshift habe man die Plattform innerhalb von 36 Stunden eingerichtet, heisst es in der Mitteilung. Bereits migriert wurden unter anderem Dienste für die verschlüsselte Kommunikation zwischen Gesundheitsfachpersonen und ihren Patientinnen und Patienten.
Mehr Flexibilität und eine höhere Ausfallsicherheit
Nach Angaben der beteiligten Unternehmen soll die neue Infrastruktur die betriebliche Effizienz steigern. Zudem versprechen sich die Partner mehr Flexibilität bei der Bereitstellung neuer Anwendungen sowie eine höhere Ausfallsicherheit. Die Plattform nutzt laut Mitteilung unter anderem Zero-Trust-Prinzipien und Netzwerk-Mikrosegmentierung, um sensible Gesundheitsdaten besser zu schützen.
Red Hat gehört seit 2019 zum US-Technologiekonzern IBM und entwickelt Open-Source-Software für Unternehmen. Openshift ist die zentrale Kubernetes- und Container-Plattform des Unternehmens. VSHN mit Sitz in Zürich ist auf den Betrieb und die Automatisierung von Cloud- und Kubernetes-Infrastrukturen spezialisiert.
Übrigens: Die Schweizer Bevölkerung legt bezüglich der Digitalisierung im Gesundheitswesen grossen Wert auf Datenschutz und Kontrolle; das Gesundheitspersonal pocht hingegen auf eine leistungsfähige digitale Infrastruktur, wie aus dem E-Health-Barometer 2026 hervorgeht - mehr dazu lesen Sie hier.
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