Interoperabilität

Tech-Konzerne treiben offenen Standard für KI-Agenten voran

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von Yannick Chavanne und Übersetzung: Joël Orizet, nki

Cisco, Google, Microsoft, Nvidia und Salesforce haben einen offenen Standard für die Auffindbarkeit von KI-Agenten vorgestellt. Damit wollen sie die Zusammenarbeit zwischen Agenten, Werkzeugen und Plattformen erleichtern.

(Source: LomaPari2021 / stock.adobe.com)
(Source: LomaPari2021 / stock.adobe.com)

Wie finden KI-Systeme den passenden Agenten oder das richtige Werkzeug, ohne sich auf die Kataloge einzelner Anbieter zu beschränken? Mehrere konkurrierende Technologiekonzerne schlagen dafür eine gemeinsame Lösung vor: Agentic Resource Discovery, kurz ARD.

ARD ist eine offene Spezifikation für die Veröffentlichung, Indexierung und Suche nach Ressourcen für KI-Agenten. Dazu zählen KI-Agenten selbst, aber auch Werkzeuge, Skills, APIs und MCP-Server. KI-Systeme sollen solche Ressourcen dynamisch finden, prüfen und nutzen können - unabhängig davon, bei welchem Anbieter sie liegen.

An der Spezifikation arbeiten unter anderem Cisco, Databricks, Github, Godaddy, Google, Hugging Face, Microsoft, Nvidia, Salesforce, Servicenow und Snowflake. Die Gruppe veröffentlicht ARD unter der Apache-2.0-Lizenz.

Unternehmen behalten die Kontrolle über ihre Verzeichnisse

Laut Google setzt ARD auf Kataloge, die Organisationen unter ihrer eigenen Domain betreiben. Diese Kataloge beschreiben verfügbare Agenten, Werkzeuge oder MCP-Server. Föderierte Register können sie indexieren und für KI-Systeme auffindbar machen. Die Domain dient dabei als Grundlage für die Identität des Anbieters. Ergänzend sollen überprüfbare Vertrauens- und Metadaten helfen, die Herkunft einer Ressource einzuschätzen.

Microsoft beschreibt ARD als gemeinsame Schicht für Veröffentlichung, Indexierung und Auffindbarkeit. Der Konzern betont zugleich, dass ARD keine Authentifizierung, keine Berechtigungen und keine Governance-Regeln ersetzt. Unternehmen müssen also weiterhin selbst festlegen, welche Ressourcen ihre Systeme finden, anzeigen und nutzen dürfen.

Parallel kündigt Microsoft für Github Copilot die Funktion "Agent Finder" an. Sie sucht nach passenden MCP-Servern, Werkzeugen, Skills oder Agenten für eine konkrete Aufgabe. Copilot muss solche Ressourcen dadurch nicht mehr vorsorglich in den Kontext laden. Die Suche kann über den öffentlichen Github-Katalog oder über ein privates Register laufen.
 

Apropos agentische KI: Eine aktuelle Studie zeigt auf, wie sich KI-Agenten für Angriffe missbrauchen lassen - mehr dazu lesen Sie hier

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