Test mit Schweizer Beteiligung

Visa lässt erste KI-Agenten unter Realbedingungen einkaufen

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von Alexia Muanza und Netz-KI Bot und Übersetzung: René Jaun, nki

Visa meldet erste Erfolge auf dem Weg zu Agentic Commerce. Während eines Tests in Europa tätigten KI-Agenten im Namen von Karteninhabern Einkäufe bei teilnehmenden Händlern. An den Tests beteiligten sich über 30 Kartenherausgeber, darunter auch Schweizer Unternehmen.

(Source: Ivan S / pexels.com)
(Source: Ivan S / pexels.com)

Die Idee des einkaufenden KI-Agenten ist ein Schritt näher an der Wirklichkeit. Kreditkartenanbieterin Visa gibt bekannt, in Europa erste reale Transaktionen im KI-gestützten Handel (Agentic Commerce) durchgeführt zu haben. KI-Agenten hätten im Namen von Karteninhabern auf den Websites teilnehmender Händler eingekauft. Diese Transaktionen hätten nicht in einer geschlossenen Testumgebung stattgefunden, sondern direkt auf den Websites der Händler, teilt Visa mit.

Über 30 Finanzinstitute und Kartenherausgeber beteiligten sich demnach an den Tests Unter ihnen die in der Schweiz ansässigen firmen Cornèrcard, Swisscard und Viseca. Im Rahmen des Programms hätten KI-Agenten Händler-Websites durchsucht, Artikel ausgewählt und Einkäufe gemäss den von den Nutzern festgelegten Parametern abgeschlossen. Jede Zahlung sei vom Konsumenten autorisiert worden, der die Kontrolle über die Transaktion behalte, hält Visa fest.

Die Tests basieren auf der Plattform Visa Intelligent Commerce, die Visa bereits 2025 vorstellte. Die Lösung verbinde Finanzinstitute, Händler und KI-Systeme über das Visa-Netzwerk, um sichere, authentifizierte und mit den europäischen regulatorischen Anforderungen konforme Zahlungen zu ermöglichen.

Zu den teilnehmenden Händlern gehören Cleverbridge, Lastminute.com, Frasers und Brickdepot. Sie testeten unter anderem Transaktionen im Tourismusbereich und im Detailhandel. Visa bezeichnet diesen Schritt als nächste Phase seines Programms Visa Agentic Ready, das Infrastruktur, Standards und Partner für die Entwicklung des KI-gestützten Handels zusammenführen soll.

"Wir sehen jetzt, wie KI-Agenten im Auftrag von Menschen direkt bei echten Händlern einkaufen können. Der nächste Schritt wird sein, dies im grossen Massstab auszurollen", erklärt Santosh Ritter, Country Manager von Visa für die Schweiz und Liechtenstein, in der Mitteilung. Er hebt zudem die Beteiligung mehrerer Schweizer Partner am Programm hervor.

Eine Infrastruktur für den KI-gestützten Handel

Die Teilnahme der Händler basiert auf dem Trusted Agent Protocol (TAP) und dem Agent Directory. Laut Visa ermöglichen diese Funktionen, verifizierte KI-Agenten über verschiedene Plattformen hinweg zu identifizieren und vertrauenswürdige von nicht verifizierten Zugängen zu unterscheiden. Die Händler behielten die Kontrolle darüber, wie diese Agenten auf ihre Websites zugreifen, Produkte anzeigen und Transaktionen abschliessen.

Laut der Mitteilung baut TAP auf bestehenden E-Commerce-Protokollen auf. Auf Händlerseite sei keine neue Infrastruktur nötig. Die Einführung werde von Infrastrukturanbietern wie Cloudflare und Akamai unterstützt.

Auf Seiten der Kartenherausgeber setzt Visa auf Visa Payment Passkeys. Diese Authentifizierungsmethode nutzt biometrische Merkmale, um die Identität der Nutzer zu bestätigen. Gemäss der Mitteilung seien die im Rahmen des Programms Visa Agentic Ready durchgeführten Transaktionen mit dieser Technologie abgesichert worden, um die europäischen Anforderungen an eine starke Kundenauthentifizierung zu erfüllen.

 

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