Microsoft Work Trend Index 2026

Die Schweiz nutzt KI produktiver als andere Länder

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von Tobias Seefeld und dwi

Die Schweiz liegt bei der KI-Produktivität über dem globalen Durchschnitt. Dies zeigt der Work Trend Index 2026 von Microsoft, der die Auswirkungen von KI auf die Arbeitswelt untersucht. Demnach haben Unternehmen auch in der Schweiz noch viel Potenzial beim Aufbau einer konsequenten KI-Strategie.

(Source: freepik / magnific.com)
(Source: freepik / magnific.com)

Schweizer Arbeitnehmende erzielen bei der KI-Nutzung eine höhere Produktivität als Beschäftigte in anderen Ländern. Dies zeigen Zahlen aus dem Work Trend Index 2026, für den Microsoft 20'000 KI-User aus zehn Ländern befragte und zudem anonymisierte Daten aus Microsoft 365 analysierte. So wollte man herausfinden, wie künstliche Intelligenz die Arbeitswelt verändert, wie das Unternehmen in einem Blogpost schreibt. 

65 Prozent der KI-User in der Schweiz konnten ihre Produktivität laut Microsoft im vergangenen Jahr verbessern. In hiesigen Unternehmen, die KI bereits in Arbeitsabläufe integrieren würden, sei das sogar bei 83 Prozent der Mitarbeitenden der Fall. Der globale Durchschnitt liege hingegen bei 58 Prozent.

Zudem nehmen KI-User in der Schweiz den Output einer künstlichen Intelligenz nicht für bare Münze, wie Microsoft weiter schreibt: 84 Prozent behandelten KI-Ergebnisse nur als Ausgangspunkt und nicht als endgültige Antwort, während 46 Prozent die Qualitätskontrolle und 42 Prozent kritisches Denken als zentrale Kompetenzen ansehen würden.

Dennoch habe die Schweiz noch Aufholbedarf, nämlich bei der Implementierung von KI-Strategien. Gemäss Blogpost gaben nur 24 Prozent der Schweizer Arbeitnehmenden an, dass die Führungsriege in ihrem Unternehmen in puncto KI eine konsequente Linie verfolgt. Dagegen fühlten sich 48 Prozent nicht sicher genug, um ihre Arbeitsabläufe an KI anzupassen - aus Angst, dass das Management nicht dahinterstehe.

Das Bild zeigt Catrin Hinkel, CEO von Mcirosoft Schweiz.

Catrin Hinkel, CEO von Mcirosoft Schweiz. (Source: zVg)

"Die Schweiz verfügt über eine solide Grundlage für die Einführung von KI", sagt Catrin Hinkel, CEO von Microsoft Schweiz. "Der nächste Schritt besteht darin, diese Dynamik in nachhaltige Wirkung umzuwandeln, indem die Organisation der Arbeit neu überdacht wird." Dabei seien strategische Führung und der Aufbau praktischer Kompetenzen zentral, man dürfe aber auch die Wichtigkeit des menschlichen Urteilsvermögens nicht aus den Augen verlieren.

 

Auch wenn künstliche Intelligenz die Produktivität steigern kann, braucht man im Umgang mit KI manchmal mehr Zeit - etwa für sogenanntes "Botsitting". Was das ist und wie Unternehmen damit umgehen können, lesen Sie hier.

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