Arbeitsmarktbarometer von Manpower

KI-Kenntnisse fördern die Produktivität - und führen zu mehr Lohn

Uhr
von Tobias Seefeld und rja

Viele Unternehmen sehen den Einsatz von KI-Tools im Arbeitsalltag als wirksamsten Produktivitätstreiber. Die praktische KI-Nutzung liegt damit vor dem prozess- oder strategieorientierten KI-Einsatz. Dementsprechend dürfen sich Mitarbeitende mit KI-Kompetenzen auch vielfach über Gehaltserhöhungen freuen.

(Source: FAMILY STOCK / stock.adobe.com)
(Source: FAMILY STOCK / stock.adobe.com)

Die Nutzung von KI-Tools bei täglichen Aufgaben führt zu mehr Produktivität - das sagen zumindest 49 Prozent der Unternehmen, die der Personaldienstleister Manpower für sein aktuelles Arbeitsmarktbarometer befragt hat. Weitere wichtige Produktivitätstreiber sind demnach Lohnerhöhungen (44 Prozent), die KI-gestützte Automatisierung ganzer Prozesse (43 Prozent), Weiterbildungen (42 Prozent) und der Einsatz von KI zur Unterstützung der Geschäftsstrategie (40 Prozent).

"Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen Produktivität ganzheitlich betrachten", sagt Faris Becirovic, Country Manager und Vorsitzender der Geschäftsführung der Manpower-Group Deutschland, und ergänzt: "KI und Automatisierung können Prozesse effizienter machen. Entscheidend ist aber das Zusammenspiel mit einer wettbewerbsfähigen Vergütung, gezielter Qualifizierung und Arbeitsbedingungen, die Leistung fördern."

KI-Kompetenzen zahlen sich aus

Folglich schätzen viele Unternehmen Mitarbeitende, die KI-Tools sicher und effizient anwenden können, wie Manpower in seiner Mitteilung schreibt. 60 Prozent der befragtenUnternehmen würden etwa für ausgeprägte KI-Kompetenzen mehr Lohn zahlen, gefolgt von Kenntnissen in der Entwicklung von KI-Modellen und -Anwendungen (53 Prozent) sowie Kompetenzen im Personalwesen (52 Prozent).

Abgesehen von technischem Know-how sind bei Lohnerhöhungen laut Mitteilung auch zwischenmenschliche Fähigkeiten relevant. Bei 55 Prozent der befragten Unternehmen werden Kommunikation, Zusammenarbeit und Teamfähigkeit hoch bewertet, 51 Prozent geben Anpassungsfähigkeit und Lernbereitschaft als wichtige Eigenschaften an.

"Der Umgang mit KI wird für immer mehr Beschäftigte zu einer wichtigen beruflichen Fähigkeit", sagt Becirovic. "Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass gute Zusammenarbeit und Lernbereitschaft ihren Stellenwert behalten." Ein Produktivitätsgewinn sei daher nur durch das "Zusammenspiel von qualifizierten Mitarbeitenden und den passenden technologischen Gegebenheiten" möglich.

 

Auch in der Schweiz kommt KI bereits im Arbeitsalltag zum Einsatz - gemäss dem Work Trend Index 2026 von Microsoft produktiver als in vielen anderen Ländern. Lesen Sie hier mehr dazu.

Webcode
emmXiRVA