Anthropic und OpenAI lancieren günstigere KI-Modelle
Anthropic und OpenAI erweitern ihr Angebot um neue KI-Modelle für professionelle Anwendungen. Beide Unternehmen versprechen unter anderem höhere Effizienz, bessere Programmierfähigkeiten und mehr Sicherheit.
Die grossen KI-Anbieter warnen regelmässig vor den Risiken ihrer eigenen Technologie und mahnen zu mehr Vorsicht bei der Entwicklung besonders leistungsfähiger Modelle. Das hält sie jedoch nicht davon ab, in hohem Tempo neue Modelle auf den Markt zu bringen. Anthropic und OpenAI haben nun weitere Modellgenerationen vorgestellt, die mehr Leistung bei geringeren Kosten bieten und zugleich sicherer sein sollen.
Claude Opus 5.5 soll effizienter arbeiten
Anthropic stellt Claude Opus 5.5 als erstes Modell seiner neuen Claude-5.5-Reihe vor. Es ist zugleich die erste Veröffentlichung des Unternehmens seit seinem Aufruf zu einem langsameren Entwicklungstempo an der technologischen Grenze.
Laut Anthropic erreicht Claude Opus 5.5 bei den meisten Aufgaben ein ähnliches Leistungsniveau wie Claude Fable 5.1, verursacht im Betrieb jedoch 40 Prozent weniger Kosten als Opus 5. Zudem soll das Modell Antworten mehr als 30 Prozent schneller liefern.
Anthropic berichtet auch von besseren Ergebnissen bei seinem automatisierten Test des Modellverhaltens. Demnach führt Opus 5.5 seltener Handlungen aus, die sich nur schwer rückgängig machen lassen, und widersteht Prompt-Injection-Angriffen besser. Vor der Veröffentlichung liess Anthropic das Modell nach eigenen Angaben auch von externen Organisationen wie METR untersuchen.
OpenAI erweitert die GPT-6-Modellreihe
OpenAI verfolgt mit GPT-6 Sol und GPT-6 Luna einen ähnlichen Ansatz. Das Unternehmen positioniert die beiden Modelle als günstigere Varianten von GPT-6 Astra und will damit die Fähigkeiten der neuen Modellgeneration einem breiteren Einsatz zugänglich machen. Die API-Preise von Sol und Luna liegen laut OpenAI 50 Prozent unter den Einführungspreisen von GPT-5.6.
OpenAI nennt zudem Fortschritte bei Faktentreue, Programmierung, Computersteuerung und Alignment. Laut unternehmenseigenen Tests produziert GPT-6 Sol ungefähr halb so viele sachliche Fehler wie sein Vorgänger. OpenAI hat nach eigenen Angaben ausserdem das Caching verbessert, um die Kosten für KI-Agenten und lange Unterhaltungen zu senken.
Anthropic will Claude Sonnet 5.5 und Claude Haiku 5.5 in den kommenden Wochen veröffentlichen. OpenAI plant derweil, GPT-6 Sol und Luna schrittweise in seinen verschiedenen Diensten bereitzustellen.
Übrigens: Wie sich OpenAIs Spitzenmodell GPT-6 Astra bei Computersteuerung, Softwareentwicklung und unabhängigen Benchmarks schlägt, lesen Sie hier.
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