20'000 Lumen und 4k

ISE 2022: Panasonic zeigt den kleinsten und den leisesten Top-Projektor

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von Coen Kaat und yzu

An ISE 2022 hat Panasonic sein neues Line-up im Digital-Signage- und Pro-AV-Bereich präsentiert. Zu den Neuheiten zählen auch der kleinste und der leichteste 4k-Projektor mit 20'000 Lumen. Eine andere Ecke des Standes weckte derweil Erinnerungen an Star Trek.

Eine kleine Reproduktion des Illuminariums am Stand von Panasonic. (Source: Netzmedien)
Eine kleine Reproduktion des Illuminariums am Stand von Panasonic. (Source: Netzmedien)

Vom 10. bis zum 13. findet in Barcelona die ISE 2022 statt. Traditionellerweise hielt Panasonic seine Pressekonferenz wieder nur wenige Minuten nach der offiziellen Eröffnung der Pro-AV- und Digital-Signage-Messe. Der japanische Hersteller nutzte die Veranstaltung, um eine Vielzahl neuer Produkte vorzustellen - vor allem im Projektionsbereich.

Zu den Neuheiten zählt etwa der Laserprojektor PT-RQ25K. Das Gerät sei "nichts weniger als der kleinste und leichteste 3-Chip-DLP-4k-Laserprojektor mit einer Leuchtkraft von 20'000 Lumen auf dem Markt", sagte Hartmut Kulessa, Senior Marketing Manager bei Panasonic Connect Europe.

Hartmut Kulessa, Senior Marketing Manager bei Panasonic Connect Europe. (Source: Netzmedien)

Das Gerät ist gemäss Kulessa zudem der erste Projektor, der Intels Smart-Display-Module-Plattform unterstützt. So könne der Projektor auch künftige Anschlussmöglichkeiten und Streaming-Formate nutzen.

Ferner ermögliche ein integrierter NFC-Chip es Installateuren, gewisse Einstellungen - wie etwa IP- und Netzwerkeinstellungen - zu konfigurieren, während das Gerät sich noch in der Box befindet. Das Gerät wird voraussichtlich im September lanciert.

Der PT-RQ25K (vorne) zusammen mit seinem deutlich grösseren Vorgängermodell. (Source: Netzmedien)

Klein und leise

Ausser dem kleinsten und leichtesten 3-Chip-DLP-4k-Laserprojektor zeigte Panasonic auch den kleinsten, leichtesten und leisesten LCD-Projektor mit 20'000 Lumen: den PT-MZ20K. Gerade mal 36 Dezibel soll der Projektor erzeugen - somit bewegt sich die Lautstärke irgendwo zwischen einem Flüstern und dem Rascheln von Seiten in einer Bibliothek. Entsprechend eigne sich der PT-MZ20K etwa für Meetingräume oder Hörsäle.

Thomas Bigler (l.), Key Account Manager Visual, und Fabienne Brunner, Project Sales Manager MEBD bei Panasonic. (Source: Netzmedien)

Panasonic bietet beide Technologien nebeneinander an, DLP und LCD. "Die LCD-Technologie ist für grosse, helle Bilder prädestiniert", erklärte Thomas Bigler, Key Account Manager Visual bei Panasonic. Wolle man aber mehrere Bilder mit schönen Übergängen zusammenbringen, brauche man die DLP-Technologie. "Auch die Langlebigkeit spricht für DLP", sagte Bigler.

In Barcelona zeigte Panasonic auch zwei neue Solid-Shine-Laser-LCD-Projektoren an. Die PT-LMZ460-Reihe verfügt über einen Schnellstartmodus (in nur einer Sekunde), eine native WUXGA-Auflösung, eine Helligkeit von 4600 Lumen sowie ein 1,2-faches Zoomobjektiv.

Der Kurzdistanzprojektor PT-TMZ400 und dahinter der PT-LMZ460. (Source: Netzmedien)

Die zweite neue Serie sind die Kurzdistanzprojektoren der PT-TMZ400-Reihe. Diese haben eine Helligkeit von 4000 Lumen bei einer WUXGA-Auflösung. Beide Serien kommen im September auf den Markt.

Displays und Konferenzlösungen

Der japanische Hersteller hatte aber nicht nur Projektoren an die Messe mitgebracht. Zu den Neuheiten an der diesjährigen ISE gehören auch die professionellen 4k-LCD-Displays der EQ2-Serie. Die Geräte sollen mit einer hohen Sichtbarkeit, Langlebigkeit und einer Vielzahl nützlicher Anschlussmöglichkeiten überzeugen. Die Serie wird ab dem Sommer in sechs Bildschirmgrössen (43, 50, 55, 65, 75 und 86 Zoll) nach und nach lanciert.

Die Videokonferenzlösung PressIT360 soll hybride Meetings einfacher machen. (Source: Netzmedien)

Für Meetingräume stelle Panasonic auch die Videokonferenzlösung PressIT360 vor. Heute sei es ja keine Seltenheit mehr, dass Meetings hybrid abgehalten werden: ein Teil ist im Raum, der Rest virtuell dazugeschaltet. Die neue Lösung soll solche Meetings vereinfachen. Das Gerät lasse sich mit nur einem USB-C-Kabel mit einem PC verbinden und liefere hochauflösende Bilder sowie klaren Sound. Die 360-Grad-Kamera erkennt und fokussiert Sprecher auf einer Distanz von bis zu 5 Metern. Im Juli soll die Lösung im Handel erscheinen. Gemäss Bigler wird das Gerät in der Schweiz etwa 2000 Franken kosten.

An der ISE ging es allerdings nicht nur um Produkte. Als Anna Arkatova, Product Marketing Manager bei Panasonic Business Europe, die Broadcast-Lösungen des Herstellers präsentierte, legte sie viel Wert auf das Ökosystem um die PTZ-Kameras herum (PTZ steht für Pan, Tilt, Zoom, also eine dreh-, schwenk- und zoombare Kamera). Dieses Ökosystem umfasse eine Reihe integrierter Branchenstandards aber auch Zubehörlösungen wie etwa Roboter-Schwenkarme oder Misch- und Kontrollpulte.

Anna Arkatova, Product Marketing Manager bei Panasonic Business Europe. (Source: Netzmedien)

In Richtung Broadcast geht auch die in Barcelona ausgestellte IT/IP-Plattform Kairos für die Produktion von Live-Videos. Laut Fabienne Brunner, Project Sales Manager MEBD bei Panasonic Connect Europe, eigne sich die Plattform "wirklich für alles - von Live Events über Corporate-Umgebungen bis hin zu Studios". Der Hersteller investiere derzeit viel in die Plattform.

Das System liefert "höchste Performance, indem sie die Leistung und Flexibilität der CPU und GPU voll ausnutzt und die gesamte Verarbeitungslast ausgleicht - ohne die Konfigurationseinschränkungen klassischer hardwarebasierter Systeme", sagte Brunner. Kairos sei zudem Auflösungs- und formatunabhängig, könne unkomprimierte 4k-Eingänge verarbeiten und biete volle Unterstützung von parallelen Basisband- und IP-Signalen wie ST2110 und NDI.

Ein kleines Holodeck in Barcelona

Zu den Highlights am Stand von Panasonic gehörte auch eine Mini-Nachbildung der Illuminarium-Technologie. Die Firma betreibt an zwei Standorte in den USA Einrichtungen, deren Beschreibung an das Holodeck aus Star Trek erinnern.

Brian Allen (l.), Executive Vice President of Technology and Content bei Illuminarium, im Gespräch mit Thomas Vertommen, Business Development Manager bei Panasonic Connect Europe. (Source: Netzmedien)

Auf einer Fläche von 800 Quadratmetern kreiert Illuminarium mittels Projektoren eine immersive Show. So soll man etwa in Atlanta oder Las Vegas eine afrikanische Safari erleben können - auch das Aufstampfen der Füsse auf dem Boden solle man spüren können. Ein Lidar-System sorgt darüber hinaus für die nötige Interaktivität der Simulation.

Eine Expansion nach Europa stehe auf der Roadmap, sagte Brian Allen, Executive Vice President of Technology and Content, am Panasonic-Stand. "Ich glaube nicht, dass es lange dauern wird, bis wir hier in Europa ein Illuminarium sehen werden."

Der Stand von Panasonic an der ISE 2022. (Source: Netzmedien)

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DPF8_256311