Weissbuch 2015

Die Schweiz bleibt ein Apple-Land

Uhr | Aktualisiert
von Yves Geng

Das Weissbuch hat eine weitere Fortsetzung erhalten. Robert Weiss analysierte den ICT-Markt 2014. Die Tablet-Sparte entwickelte sich schlecht.

Robert Weiss hat es wieder getan. Trotz der Ankündigung, dass er sein Weissbuch dieses Jahr nicht publizieren wolle, veröffentlichte Weiss seine Sammlung an Marktzahlen jetzt doch. Der Autor wies darauf hin, dass sich der diesjährige Report vor allem auf die Untersuchung von Stückzahlen und Umsätzen in ausgewählten Bereichen konzentriere und dadurch nicht so detailliert wie in vergangenen Jahren sei. Weiss berücksichtigte laut eigenen Angaben nur die effektiven Verkaufszahlen im Schweizer Markt.

PC-Markt

Gemäss Studie setzte der Schweizer PC-Markt mit Einbezug von Tablets rund 1,1 Prozent weniger Geräte ab als im vergangenen Jahr. Die Helvetier folgen damit einem globalen Trend: Stagnation, wie Weiss schreibt.

Tablets auf Talfahrt

Grund für den leichten Rückgang an verkauften Geräten sei der schwächelnde Tablet-Markt. Die Produktgattung verlor 8 Prozent bei den Stückzahlen. Ohne Berücksichtigung von Tablets legte der PC-Markt hingegen um 3,6 Prozent zu, heisst es in der Studie.

Dabei wurden insgesamt 1,71 Millionen Geräte abgesetzt, aufgeteilt in 625'000 Desktops und 1'085'000 Notebooks. Dies entspricht einem Wachstum von jeweils 3,3 Prozent (Desktops) und 3,8 Prozent (Notebooks). Umsatzmässig erreichte der Desktop-Markt 560 Millionen Franken (wie bereits 2013), Notebooks 845 Millionen Franken (-5,3 Prozent) und Tablets 364 Millionen Franken (-28,5 Prozent).

Apple hält mit 24,5 Prozent weiterhin die meisten Marktanteile. Dicht gefolgt von HP mit einem Marktanteil von 21,1 Prozent. Der Abstand zwischen beiden Unternehmen sei deutlich kleiner geworden, schreibt Weiss. Apple verlor 16,8 Prozent, und HP konnte 12,8 Prozent dazugewinnen. Auf Platz drei liegt neu Lenovo. Durch den Eintritt ins Consumer-Segment legte das Unternehmen bei den verkauften Stückzahlen um 57,6 Prozent zu, schreibt Weiss. Damit erreicht Lenovo einen Marktanteil von 9,5 Prozent. Es folgen Samsung, Acer und Dell.

Smartphone-Markt

Der gesamte Handy-Markt stagniert bei 4 Millionen verkauften Einheiten. 77,5 Prozent davon machen Smartphone-Verkäufe aus und diese stiegen im Jahresverlauf um 10,6 Prozent. Der Umsatz mit Smartphones wuchs um 5,4 Prozent auf ein Volumen von 1,3 Milliarden Franken (2014: 1,255 Milliarden).

Samsung und Apple an der Macht

Auch hier belegt Apple die Pole Position mit einem Anteil von 44,8 Prozent (+2,6 Prozent). Samsungs Marktanteil liegt bei 36,5 Prozent. Der Anteil an Android-Geräten fiel von 49,2 Prozent auf 47,4 Prozent leicht zurück. Microsoft deckt 5,8 Prozent des Marktes ab, und die restlichen Anbieter erreichen zusammen 7,7 Prozent Marktanteil (2014: 8,3 Prozent). Nach Stückzahlen decken Samsung und Apple 81,3 Prozent des gesamten Smartphone-Marktes ab.

Mobile-Client-Markt

Die Hersteller des Mobile-Client-Marktes (Smartphones, Notebooks und Tablets) verkauften rund 5'225'000 Einheiten. Das entspricht einer Steigerung von 4,9 Prozent gegenüber dem letzten Jahr. Der Umsatz fiel hingegen mit 2,543 Milliarden Franken um 4,6 Prozentpunkte tiefer aus.

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