Studie: Finanzinstitutionen holen beim Straight Through Processing auf
Wie eine Studie von AIM Software zeigt, hat sich der Fokus der Finanzinstitute im letzten Jahr von der Compliance mit Basel II stark in Richtung MIFID (Markets in Financial Instruments Directive) verschoben.
Basel II bezeichnet die Eigenkapitalvorschriften, die vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht vorgeschlagen wurden und seit dem 1. Januar 2007 in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union für alle Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute angewendet werden. Diese werden zunehmends von den MIFID-Kriterien verdrängt – so zumindest das Ergebnis der von Interactive Data (Europe) Ltd. unterstützten Studie.
Sie belegt, dass die Verbesserung der Datenqualität in Banken als Schlüssel für ein verbessertes Risikomanagement gesehen wird. Neben gesetzlichen Bestimmungen stehen die Reduktion von Fehlern und Kosten im Backoffice-Bereich im Mittelpunkt. Dies soll in erster Linie durch eine Optimierung von Prozessen durch Straight Through Processing erreicht werden. 58 Prozent der Studienteilnehmer gaben die Erhöhung der Effizienz als einen Hauptgrund für die Implementierung einer Risikomanagementlösung an.
„Mehr als 44 Prozent der befragten Unternehmen planen ein Investment bei der Verbesserung der Datenqualität innerhalb der nächsten zwei Jahre“, so Martin Buchberger, Head of Marketing von AIM Software.
33 Prozent der Befragten planen den Automatisierungsgrad für Corporate Actions zu erhöhen. Obwohl 38 Prozent der Unternehmen noch immer auf eigenprogrammierte Lösungen vertrauen, hat sich die Zahl der Finanzinstitute, die den Kauf einer Standardlösung bevorzugen, von 22 Prozent in 2006 auf 41 Prozent in 2007 nahezu verdoppelt. Ein Grund für diesen Trend ist die breitere Verfügbarkeit von Standardlösungen im Daten- und Risikomanagement.
Die Studie umfasste 377 Finanzinstitute aus 65 Ländern, die mittels Online-Fragebogen zu ihren Zukunftsplänen befragt wurden.
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