Paypal dreht Cern-Ingenieuren den Geldhahn zu
Protonmail will einen sicheren E-Mail-Dienst entwickeln. Paypal gefällt das überhaupt nicht - der Finanzdienstleister hat der in Genf domizilierten Firma den Geldhahn zugedreht.
"Heute morgen haben wir eine E-Mail und einen Anruf von Paypal erhalten", schreiben die Macher von Protonmail. "Wir wurden darüber informiert, dass unser Konto bis auf weiteres gesperrt ist."
Protonmail wird von Ingenieuren des Cern, der Universität Harvard und des Massachusetts Institute of Technology entwickelt. Nicht mal die NSA könne den E-Mail-Dienst abhören, versichern die Entwickler. Sämtliche Server der in Genf domizilierten Firma seien in der Schweiz, so das Start-up.
"Paypal horror stories"
Noch ist unklar, warum Paypal den Entwicklern von Protonmail den Geldhahn zugedreht hat. Am Telefon habe der Finanzdienstleister die Legalität von Protonmail in Frage gestellt. Paypal sei sich zudem nicht sicher, ob das Projekt eine Erlaubnis der Regierung habe.
Auf jeden Fall ist es nun nicht mehr möglich, Protonmail via Paypal Geld zu spenden. Natürlich wussten auch die Entwickler im Vorfeld der Schliessung von den "Paypal horror stories", wie es im Blog heisst. "Wir dachten aber nicht, dass es uns treffen wird." Vor allem darum nicht, weil Paypal vor drei Monaten versprochen habe, seine Bedingungen für Crowdfunding-Kampagnen zu lockern.
Die Entwickler rufen nun zu Spenden per Bitcoin oder Kreditkarte auf.
Update: Paypal hat die Kontosperrung mittlerweile wieder aufgehoben.
Tablet-Markt ist weiter unter Druck
Politiker wollen weniger digitale Abhängigkeiten für kritische Staatsaufgaben
Wie die Parlamentsdienste KI sicher nutzbar machen
Cyberkriminelle kapern LLM-Zugänge und treiben Cloud-Rechnungen hoch
US-Zwischenwahlen schicken KI-Aktien auf Talfahrt
SBB wollen Zugauslastung mit KI in Echtzeit erfassen
OpenAI schickt neues KI-Modell auf Schwachstellensuche
Dieser eine nervige Freund, der beim Filmeschauen immer Fragen stellt
Schweizer Firmen bleiben bei der Cyberabwehr im Reaktionsmodus