Kolumne

Finanzindustrie

Uhr | Aktualisiert
von Kamales Lardi

Kamales Lardi ist Managing Partner von Lardi & Partner Consulting.

Kamales Lardi ist Managing Partner von Lardi & Partner Consulting. (Quelle: Kamales Lardi )
Kamales Lardi ist Managing Partner von Lardi & Partner Consulting. (Quelle: Kamales Lardi )

Letztens habe ich mich mit einem Kunden aus dem Finanzsektor über digitale Transformation unterhalten. Ich halte es für wahrscheinlich, dass es das traditionelle Bankengeschäft im nächsten Jahrzehnt nicht mehr geben wird. Die rasante technische Entwicklung, die veränderten Bedürfnisse der Bankkunden und die steigende Zahl ernstzunehmender neuer Akteure in der Branche bestärken mich dabei. Dass meine fünf­jährige Tochter als Erwachsene noch einen Finanzservice, wie wir ihn heute kennen, nutzen wird, bezweifle ich. Mein Kunde – eigentlich ein Befürworter der Digitalisierung – meint hingegen, dass sich das stark regulierte Bankenwesen nicht so drastisch verändern werde.

Doch der Finanzsektor steht unter Konkurrenzdruck, denn kleinere Firmen entwickeln innovative digitale Lösungen entlang der Wertschöpfungskette. Diese neuen Akteure lassen sich nicht von Regulierungen einschränken, sondern orientieren sich an spezifischen Kundenbedürfnissen und finden Wege, bestehende Angebote zu optimieren. Die Gesetzgebung wird sich anpassen müssen. Dieses "Unbundling" oder Diversifizieren der Angebote wird auch die Banken dazu zwingen, ihr traditionelles Geschäftsmodell zu überdenken und zukunftsfähige Strategien zu entwickeln, die über oberflächliche Fintech-Kollaborationen hinausgehen.

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