? wie Mail-Betreff
Theorie: Wer die Gnade hat, ein digitaler Immigrant zu sein, erinnert sich vielleicht: Der Betreff im Geschäftsbrief hat die Aufgabe, den/die Empfänger/-in auf einen Blick zu informieren, worum es eigentlich geht. Deshalb soll er kurz und aussagekräftig sein. So hilft er zu entscheiden, was wichtig, dringend, interessant ist und was nicht. Das nützt nicht nur dem Empfänger, sondern auch der Absenderin, weil es die Bearbeitung erleichtert und beschleunigt.
Realität: Nachdem die E-Mail den Brief inzwischen weitgehend beerbt hat, sollte dasselbe auch für sie gelten. Aber entweder hat ein Grossteil der Bevölkerung alles wieder vergessen, oder unser Bildungssystem hält es nicht mehr für nötig, auf so Petitessen wie das Schreiben von treffenden Betreffen einzugehen. Jedenfalls lassen heute gefühlte zwei Drittel aller E-Mails einen selbigen vermissen. Da steht dann einfach und platt "Hallo!" oben drüber. Beliebt sind auch hippe Abkürzungen wie "FYI". Und dann gibt es auch noch Übereifrige, die gleich den halben Inhalt ihrer Mail ins Betreff-Feld quetschen.
Solches nützt gewiss niemandem, der versucht, sich nach den Ferien einen raschen Überblick über sein adipöses Postfach zu verschaffen. Es hilft auch nicht, eine bestimmte E-Mail später wiederzufinden. Und selbst, wer dabei die Suchfunktion des Clients nutzt, dankt für aussagekräftige Betreffe, weil die Trefferliste meist ellenlang ist. Kommt hinzu: Schlechte Betreffe erhöhen die Chance, dass eine E-Mail ungelesen bleibt, sie sind eigentlich unanständig und fördern keineswegs das Wohlwollen auf der Gegenseite.
Fazit: Der Betreff ist wichtiger denn je. Deshalb nochmals das Rezept:
Kurz soll er sein, maximal 40 bis 50 Zeichen lang.
Das Wichtigste steht zuerst.
Stichwörter sind besser als Sätze. Also nicht: "Der Workshop zum Prototyping am 12. Dezember 2018 wird wegen Krankheit des Moderators verschoben!" Sondern: "Workshop 'Prototyping', neuer Termin: 15. Dezember, 10 Uhr."
Das liest jede, das versteht jeder – und alles wird gut.
Die Post speichert digitale Briefe auf Google-Servern
Axacom übergibt Führung nach 20 Jahren in neue Hände
Foxconn bestätigt Cyberangriff
Wie sich Vorschussbetrüger Vertrauen erschleichen
SDEA prüft neu auch, wie viel Wasser Rechenzentren verbrauchen
KI-Entlassungen steigern nicht die Rendite
Wie Schweizer Rechenzentren auch im KI-Zeitalter nachhaltig arbeiten
Büsi in der Ecke, Büsi im Scheinwerferlicht
Auditfähig. Und trotzdem schnell.