2,26 Millionen Zusatzkredit für fehlerhafte Software-Lösung in Zürich
Bis heute hat das IT-Projekt FAMOZ (Fallmanagement Modell Zürich) des Sozialdepartement Zürich über 20 Millionen Franken verschlungen und ein Ende des Geldhungers ist nicht in Sicht. Am Anfang von FAMOZ wurden öffentliche Gelder in der Höhe von 11,5 Millionen Franken bewilligt. Da das Geld beim maroden IT-Projekt wieder knapp wird, musste das Zürcherstadtparlament am vergangenen Mittwoch über einen weiteren Zustupf in Höhe von 2,26 Millionen Franken abstimmen.
Mit 90 zu 26 Stimmen wurde der Zusatzkredit für das aufgelaufene IT-Projekt klar bewilligt. Während die FDP, CVP und SVP-Fraktionen vor der Zustimmung über einen Zusatzkredit einen Bericht über die Schwierigkeiten und Fehler beim Projekt abwarten wollten, waren die Linke und die EVP dafür, ohne eine Diagnose eine sofortige Notoperation durchzuführen. Einig war sich der Rat einzig darin, dass es sich beim IT-Projekt um ein Debakel handle. Aus diesem Grund überwies er das Postulat der FDP, CVP und SVP-Fraktionen von Ende Juni ohne Gegenstimmen an den Stadtrat. Dieses fordert einen Bericht, der die Schwierigkeiten und Fehler sowie die Verantwortlichkeiten beim Projekt FAMOZ klären soll.
Das IT-Projekt FAMOZ wurde im Januar und April 2008 im Sozialdepartement Zürich in zwei Schritten eingeführt. Als Martin Waser im August 2008 das Amt als Sozialvorsteher der Stadt Zürich übernahm, liefen wichtige Funktionen von FAMOZ immer noch nicht. Zur Zeit ist nicht absehbar wie lange es noch dauern wird, bis FAMOZ effektiv einsatzbereit ist.
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