60 Raubkopierern drohen Internetsperren
Frankreich macht Ernst: 60 unbelehrbaren Franzosen droht eine Internetsperre. Sie sind wiederholt durch Urheberrechtsverletzungen aufgefallen.
In Frankreich ermöglicht das sogenannte Three-Strikes-Modell Raubkopierern das Internet zu sperren. Bei 60 französischen Internetnutzern könnte der Schritt jetzt zur Anwendung kommen. Beim ersten Verstoss erhält der User eine Email, beim Zweiten wird die Verwarnung zusätzlich per Post verschickt. Die dritte Urheberrechtsverletzung eines Nutzers kann ihn dann vor Gericht führen. 60 Franzosen sollen jetzt bei Stufe drei des Three-Strike-Modells angelangt sein.
Für die Suche nach Urheberrechtsverletzungen und die Umsetzung von Sanktionen ist die Kontrollbehörde "Haute Autorité pour la diffusion des œuvres et la protection des droits sur Internet" (Hadopi) verantwortlich. Seit Januar 2010 ist das Three-Strikes-Gesetz in Kraft, seither gingen bei Hadopi 22 Millionen Meldungen über Verstösse gegen Nutzungsrechte ein. Laut Hadopi Chefin Marie-Françoise Marais sollen seit Oktober 2010 650'000 erste Warnungen und 44'000 zweite Warnungen verschickt worden sein.
Den 60 Usern, welche zum dritten Mal gegen Urheberrechte verstossen haben, soll jetzt ein Besuch abgestattet werden. Sie müssen mit einer Geldstrafe von bis zu 1'500 Euro und einer Internetanschluss-Sperre von bis zu einem Monat rechnen. Der Knackpunkt an dieser Praxis ist aber, dass man nicht immer sicher nachweisen kann, wer einen Anschluss wirklich nutzt.
In der Schweiz gibt es noch keine derartigen Pläne. Der reine Download ist immer noch legal.
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