82 Prozent wollen Firmen für mangelnde Datensicherheit bestrafen – hilft das wirklich?
In einer Umfrage des deutschen Datenschutzexperten Utimaco unter mehr als 1000 Personen in fünf grossen Städten Deutschlands haben sich 82 Prozent für eine Bestrafung von Unternehmen und Behörden ausgesprochen, die den Datenschutz vernachlässigen. Sechs von zehn Befragten waren denn auch der Meinung, dass an diesen Stellen nicht sorgfältig genug mit persönlichen Daten umgegangen werde und damit Datendiebstahl und Missbrauch erst ermöglicht werde.
Tatsächlich hat der weltweite Handel mit illegal erworbenen Daten inzwischen das Bruttoinlandprodukt eines kleineren Nationalstaates erreicht. Bei den in den letzten 12 Monaten bekannt gewordenen Fällen von Datenverlust und Datendiebstahl kamen insgesamt beinahe 100 Millionen Datensätze abhanden. Bei den meisten Fällen spielt offenbar wirklich mangelnde Sorgfalt mit: Gemäss den Resultaten einer Untersuchung von Verizon aus dem Jahr 2007, in deren Rahmen über 500 Fälle mit einem Totalverlust von 230 Millionen Datensätzen betrachtet wurden, mussten mehr als die Hälfte der Angriffsziele als einfach betrachtet werden. 18 Prozent der Angriffe erfolgten über bekannt Sicherheitslücken, für die Patches bereit gestanden hätten.
Ob harte Strafen und hohe Bussgelder allerdings etwas bewirken würde ist umstritten. Der schweizerische IT-Rechtsexperte David Rosenthal bezweifelt dies. Datenschutzverluste kämen auch in Ländern vor, die dies mit hohen Strafen ahndeten. Und noch auf ein anders Problem weist Rosenthal hin: „Die in der Praxis schwierige Frage ist der Beweis: Wie hoch ist der finanzielle Schaden? Und war es wirklich die fehlende angemessene Schutzmassnahme, die eben diesen Schaden verursachte?“
Mehr zu diesem Thema lesen sie in der aktuellen Netzwoche Nr. 19.
Zwischen "Digital Only" und "Digital First"
So will der Kanton Jura den Onlineschalter stärken
Uhr
Wild Card
Post-Quanten-Security ist in erster Linie ein Inventarproblem
Uhr
Fachbeitrag von Sopra Steria
Agentic AI: Wie man seine neuen digitalen Mitarbeitenden führt
Uhr
Neuausrichtung hin zu KI
Bug Bounty Switzerland heisst künftig Signalfisher
Uhr
Messe von Brack Alltron
Selbstlernende KI-Roboter erobern die Connect 2026
Uhr
House of Influence GmbH
"AI in Marketing"-Konferenz: Zwischen Technik und Kreativität
Uhr
Dossier in Kooperation mit Dukers
Der Angriff, den keine Firewall aufhält
Uhr
Spotlight
"Weibliche Vorbilder zeigen, dass es nicht 'den' Weg in die Security gibt"
Uhr
Diebstahl aktiver Sessions
Infostealer kapern Claude-Konten
Uhr
Advertorial von MondayCoffee
KI wird zum gnadenlosen Auditor des Digital Workplace
Uhr