Aktienkursexplosion bei Pragmatica - Verkaufsgerüchte heizen den Titel an
Seit mehreren Tagen klettern die Aktien von Pragmatica in die Höhe. Vor einer Woche lag der Kurs noch bei 2,80 Franken, gestern notierte das Tageshöchst bei 7,10 Franken. Grund für den Aktienanstieg ist ein Gerücht, dass der Anbieter von Finanzsoftware Avaloq an einem Kauf von Pragmatica interessiert sein soll. Dass Pragmatica einen Käufer sucht, ist kein Geheimnis: Anlässlich des Halbjahrsberichts 2006 teilte Pragmatica mit, seit einem Jahr auf der Suche nach Investoren zu sein. Pragmatica ist seit 2000 durch das Reverse Takeover der damals gescheiterten Complete-E an der Schweizer Börse. Der ursprüngliche Plan, durch Zukäufe ein Schweizer Systemintegrationshaus zu formieren, scheiterte. Danach restrukturiere sich Pragmatica zu einem Business- und IT-Beratungsunternehmen.
Aufgrund der markanten Wertsteigerung von Pragmatica (die IT-Firma ist unterdessen an der Börse 45 Millionen Franken wert) macht aber eine Übernahme derzeit gemäss Markbeobachtern wenig Sinn. Und auch Pragmatica-VR-Präsident Clino Vallone sagte gegenüber Cash Daily, dass eine Übernahme jetzt viel zu teuer käme. Pragmatica vermutet hinter den Kursbewegungen Spekulanten.
Avaloq seinerseits dementierte gegenüber Cash Daily Kaufabsichten. Der Anbieter von Finanzsoftware ist derzeit, auch wenn er rege seine Pläne im Ausland verfolgt, nicht an einem Börsengang interessiert. Wie Avaloq-CEO Francisco Fernandez gegenüber der Netzwoche sagte, strebe man ein umsichtiges Wachstum an. "Dafür brauchen wir keine zusätzlichen Mittel, sondern können aus eigener Kraft wachsen." Akquisitionen schloss er allerdings nicht generell aus. "Kleinere Akquisitionen sind denkbar", so Fernandez.
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